Der Ginkgo-Baum für die OEZ-Gedenkstätte wurde gepflanzt

Ginkgo-Baum für die Gedenkstätte am Olympia-Einkaufszentrum gepflanzt

München – Ein Ring aus poliertem Edelstahl, der einen Ginkgo-Baum umfasst, soll in München am Olympia-Einkaufszentrum an die Opfer des Amoklaufs vom vergangenen Sommer erinnern. Heute wurde der symbolträchtige Baum gepflanzt.

 

Der Ginkgo-Baum, der einen wesentlichen Teil der Gedenkstätte ausmachen wird, wurde heute am OEZ gepflanzt.  Er steht für die neun getöteten Menschen, die dort ums Leben kamen, wo sie verwurzelt waren. Der gesamte Erinnerungsort soll zum Jahrestag der Bluttat, am 22. Juli, übergeben werden.

 

Der zweite Teil der Gedenkstätte muss noch um den Baum herum errichtet werden. Der zwei Meter hohe Ring gleicht einem Schmuckstück mit neun Steinen, deren Innenseiten die Namen und Abbildungen der neun Todesopfer tragen werden. Ein Teil des Rings versinkt in der Erde. Er stehe für Verbundenheit, Gemeinsamkeit, Unendlichkeit und Ewigkeit.

 

So soll die Gedenkstätte aussehen, wenn sie fertig ist

 

 

 

Die Gestaltung des Gedenkortes sei in enger Abstimmung mit den Angehörigen der Opfer erarbeitet worden. Der Ältestenrat des Münchner Stadtrats habe nach einem Gestaltungswettbewerb dem Gedenk-Ensemble «Für Euch» der Künstlerin Elke Härtel zugestimmt.

 

«Es gehört zu den schwierigsten Aufgaben, mit Trauer und Fassungslosigkeit, mit Erinnerung und vielen unbeantworteten Fragen angemessen umzugehen», sagte Kulturreferent Hans-Georg Küppers. «Es bleibt eine Aufgabe für uns alle, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Solidarität, die sich bei der Münchner Bevölkerung gezeigt hat und zeigt, zu stärken.»

 

 

dpa/sb