Grenzüberschreitender Waffenhandel, © Bayerisches Landeskriminalamt

Grenzüberschreitender illegaler Waffenhandel

Enormer Fund von illegalen Faustfeuerwaffen: Festnahme von vier Personen aus dem Raum Passau und einer Person aus Österreich wegen Verdacht auf grenzüberschreitenden, illegalen Waffenhandels.

 

Auf frischer Tat ertappt: Bereits am Samstag, 20.05.2017, konnten durch das Bayerische Landeskriminalamt nach mehrwöchigen, intensiven Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Verfassungsschutz Salzburg und der Kriminalpolizei Passau vier männliche Personen (83 Jahre, 70 Jahre, 50 Jahre und 45 Jahre) in Niederbayern sowie im nördlichen Salzburger Land nach einem illegalen Waffengeschäft vorläufig festgenommen werden.

 
Der 50-Jährige führte bei der Festnahme eine funktionstüchtige Schusswaffe, einen Revolver im Kaliber 357 Magnum, mit sich.

 
Durchsuchungen in mehreren Objekten im Raum Passau führten zur Sicherstellung von sechs Revolvern, einigen hundert Gramm Schwarzpulver sowie mehreren tausend Schuss Munition. In Österreich konnten die dortigen Behörden bei dem 83-jährigen Mann 26 illegale Faustfeuerwaffen, mehrere Läufe für ein Maschinengewehr (MG42) und eine Vielzahl legaler Schusswaffen sicherstellen (siehe Foto).

 

Im Rahmen der am Samstag geführten Ermittlungen kristallisierte sich ein weiterer Tatverdächtiger (männlich, 39 Jahre) aus dem Landkreis Deggendorf heraus. Bei den anschließenden Durchsuchungen konnten zwei Handfeuerwaffen sichergestellt werden.

 
Alle Beschuldigten wurden nach Beendigung der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung wieder entlassen.

 
Die Staatsanwaltschaft Passau, das Bayerische Landeskriminalamt und das Landesamt für Verfassungsschutz Salzburg/Österreich führen derzeit gemeinsam die weiteren Ermittlungen. Derzeit ist kein Staatsschutz-Hintergrund erkennbar.

 

brc/LKA