Grippewelle: 70 Lokführer der S-Bahn München erkrankt

Es ist Winter – allerorten wird gehustet, geschnupft und geschnieft. Die Angestellten der Münchner S-Bahn hat es jetzt besonders drastisch erwischt; aufgrund einer Grippewelle gibt es vermehrt Zugausfälle und Verspätungen.

 

Mehr als 10% der Lokführer hat es erwischt: Die Grippe kursiert, und die Auswirkungen waren unter anderem auch heute morgen im S-Bahn-Verkehr zu spüren.

 

Konkret mussten heute (Mittwoch, 11. Februar) im Münchner S-Bahn-Verkehr einige Züge der sogenannten Taktverstärker ausfallen.

 

 

Weitere Zugausfälle
Die S-Bahn München versucht die Auswirkungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten. Bei ungefähr 1.000 S-Bahn-Fahrten zwischen 4.00 Uhr früh bis 2.00 Uhr nachts im Münchner S-Bahn-Netz muss auch tagsüber und in den kommenden Tagen mit einzelnen Zugausfällen gerechnet werden.

 

Bernhard Weisser, S-Bahn-Chef: „Bei einem derartig hohen Krankenstand stehen leider nicht ausreichend gesunde Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung, um die Schichten der Krankgemeldeten vollständig zu besetzen. Und bevor Zusatzschichten eingelegt werden können, müssen unsere Lokführer aus Sicherheitsgründen vorgeschriebene Ruhezeiten einhalten. Deswegen setzen wir nun auch Mitarbeiter als Lokführer ein, die normalerweise in der Verwaltung tätig sind und eine Lokführer-Zulassung besitzen. Ich bitte die Reisenden um Verständnis und versichere, dass wir alles tun werden, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten.“

 

Der Krankenstand von über 10% ist mehr als doppelt so hoch wie im Normalfall. Wenn einen Grippe so richtig im Griff hat, ist nichts zu machen – wir können den Lokführern und auch allen anderen betroffenen Grippe-Opfern nur gute Besserung wünschen. Und denen, die heute oder in den kommenden Tagen etwas länger warten müssen, eine Extra-Portion Geduld.

 

 

jn/DB