Grippewelle in Bayern dauert an – Nur vereinzelte Fälle von Masern

Die Grippeviren halten sich hartnäckig. In Bayern gibt es pro Woche weiterhin mehrere Hundert Neuinfektionen.

 

Auch nach dem Frühlingsanfang ebbt die Grippewelle in Bayern nicht ab. Insgesamt seien in diesem Jahr bislang 3358 Fälle gemeldet worden, sagte eine Sprecherin des Landesgesundheitsamtes (LGL) in Erlangen. Bei der sehr starken Grippewelle im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt etwa 9500 Kranke mehr gewesen.

 

„Das ist dieses Jahr bislang eine eher schwache Welle“, kommentierte die Sprecherin. Ob der Höhepunkt schon überschritten sei, lasse sich noch nicht sagen. In den vergangenen Wochen hatte es jeweils mehrere Hundert Neuinfektionen gegeben.

 

Im April geht es dann mit den Zecken richtig los. „Von April bis Oktober ist das Risiko am höchsten. Deshalb ist es jetzt höchste Zeit für eine Schutzimpfung“, sagt Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Zecken können gefährliche Infektionskrankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Folgen können die Entzündungen von Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark sein. In diesem Jahr gab es bereits drei Erkrankungen im Freistaat.

 

Auch für den Impfschutz gegen Masern wirbt Huml. In diesem Jahr verzeichnete das LGL mit zwei Fällen bisher deutlich weniger als 2015, wo es im gleichen Zeitraum bereits 70 Erkrankungen waren. „Das ist erfreulich, aber wir dürfen nicht nachlassen, weiterhin auf den Impfschutz zu setzen“, betont Huml. Masern könnten gerade auch für Erwachsene gefährlich werden.

 

rg / dpa