Medikamente Grippe

Grippewelle: So schützen Sie sich am besten

Das Gesundheitsreferat und Münchner Kliniken warnen vor der Grippewelle. Neben einer Impfung raten Experten zu wichtigen Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen.

 

Vielleicht merken auch Sie es momentan: viele Arbeitskollegen sind krank und auch Ihrem Körper gehen langsam die Kräfte aus. Husten, Schnupfen und Fieber – die Grippewelle walzt über die ganze Stadt hinweg. Münchens Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs rät deswegen, Grippe nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Eine echte Grippe ist mehr als ein bisschen Schnupfen, Husten, Heiserkeit. Vor allem Risikogruppen sollten sich beraten lassen und zur Impfung gehen.“ Dass Grippe unter Umständen auch einen tödlichen Verlauf nehmen kann, zeigen die 14 Menschen, die laut Robert-Koch-Institut in der aktuellen Influenzasaison bereits an dem Virus gestorben sind.

 

Gängiger Impfstoff wirkt kaum gegen dominierendes Grippevirus

 

Um sich vor einem Grippevirus zu schützen, wird fast immer eine Impfung empfohlen. Allerdings hilft der normale Dreifach-Impfstoff aktuell nur bedingt gegen die Influenza. Denn momentan lösen vor allem Influenza-B-Viren die meisten Grippe-Infektionen aus. Dieser Virustyp wurde im gängigen Impfstoff aber nicht berücksichtigt.

 

Im Gegensatz zu einer Dreifachimpfung, werden die Kosten für eine Vierfachimpfung jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach (CDU) fordert deswegen eine Kostenübernahme für die Vierfachimpfung durch alle gesetzlichen Kassen. Mehrere Kassen, unter anderem die DAK Gesundheit und Barmer, haben bereits angekündigt, die Impfung für Risikopatienten zu übernehmen.

 

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für folgende Personengruppen:

 

  • alle Personen ab 60 Jahren
  • Personen jeden Alters mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (chronische Krankheiten)
  • Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • alle gesunden Schwangeren ab dem 2. Drittel der Schwangerschaft und Schwangere mit einer chronischen Grundkrankheit ab dem 1. Drittel der Schwangerschaft
  • Personen mit erhöhter beruflicher Gefährdung, zum Beispiel medizinisches Personal
  • Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können

 

Das können Sie selbst tun

 

Die Übertragung von Influenzaviren erfolgt überwiegend durch Tröpfchen, insbesondere beim Husten oder Niesen, Atmen oder Sprechen und durch direkten Kontakt der Hände mit kontaminierten Oberflächen oder beim Händeschütteln. Daher heißt es, neben der jährlichen Grippeschutzimpfung, …

 

  • Häufiges Händewaschen
  • Mund und Nase beim Husten oder Niesen bedecken
  • Beim Naseputzen: Papiertaschentücher verwenden und danach wegwerfen
  • Menschenansammlungen meiden, Abstand halten
  • Wer bereits erkrankt ist, sollte zuhause bleiben. Es besteht Ansteckungsgefahr für zirka sieben Tage nach Erkrankungsbeginn.