G7-Proteste am Münchner Marienplatz, © Zum G7 Gipfel herrscht Ansnahmezustand in Garmisch, Elmau und München - Foto: Archiv

Großdemo gegen G7 an Fronleichnam in München

Der G7-Gipfel findet am 7. und 8. Juni in Elmau statt. Doch auch die Münchner müssen mit den Folgen des politischen Großereignis leben. Dazu gehört eine Demonstration an Fronleichnam zu der 15.000 Demonstranten erwartet werden. 

 

 

München – Tausende Menschen wollen an diesem Donnerstag in München gegen den G7-Gipfel im Schloss Elmau protestieren. 15.000 Demonstranten werden nach Polizeiangaben in der Innenstadt erwartet. Unter dem Motto „TTIP stoppen – Klima retten – Armut bekämpfen“ haben verschiedene Nichtregierungsorganisationen und Parteien zu der Demonstration aufgerufen, Hauptredner wird der bekannte Globalisierungskritiker Jean Zieglersein. Die Sicherheitsbehörden gehen von einer friedlichen Demonstration aus.

 

Losgehen soll es um 14.00 Uhr am Stachus mit der Auftaktkundgebung. Gegen 15.30 Uhr soll sich dann der Demonstrationszug in Bewegung setzen, für 17.00 Uhr ist die Abschlusskundgebung auf dem Odeonsplatz geplant. Bei der Auftaktkundgebung diskutieren der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Anton Hofreiter, Klaus Ernst von der Linken und Johannes Gerken von den Jusos.

 

 

Gemischtes Aktionsbündnis

 

Die Träger der Demonstration sind bunt gemischt und reichen vom Aktionsbündnis „AufgeMUCkt“ über die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft bis zum BUND Naturschutz und Oxfam. Auch das Bündnis „Stop G7 Elmau“ hatte zur Demonstration aufgerufen.

 

„Durch friedliche und kreative Proteste verschaffen wir unseren Forderungen Gehör“, sagte Demo-Sprecher Markus Weber. „Angela Merkel möchte auf dem G7-Gipfel TTIP vorantreiben – hier braucht es jetzt dringend unseren entschiedenen Widerstand!“

 

Widerstand gegen TTIP

 

Die Demonstranten wollen aber nicht nur zeigen, was sie vom geplanten europäisch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP halten, sondern auch vom Gipfel selbst. Die Repräsenten „der reichsten und mächtigsten Staaten der Welt erheben den Anspruch, über die Geschicke der gesamten Welt zu entscheiden, ohne eine Legitimation dafür zu haben“, kritisieren die Organisatoren der Veranstaltung auf ihrer Homepage. Die Politik der G7-Staaten „bedeutet neoliberale Wirtschaftspolitik, Krieg und Militarisierung, Ausbeutung, Armut und Hunger, Umweltzerstörung und Abschottung gegenüber Flüchtenden“.

 

Am Donnerstag soll auch der „Gipfel der Alternativen“ stattfinden. Damit solle die Kritik an der Politik der G7 in die Öffentlichkeit getragen werden, heißt es auf der Homepage des Alternativgipfels. „Als Alternativen sollen ökonomische, ökologische, menschenrechtliche und friedenspolitische Ansätze vorgestellt und diskutiert werden.“ (dpa/lby)