Grüne wollen „Veggie Day“ – gut gemeint oder weit gefehlt?

Die einen machen sich darüber lustig, die anderen sind vollends empört: Dass die Grünen einen sogenannten „Veggie Day“ fordern, ist derzeit eines der Top-Gesprächsthemen. Die Idee von Renate Künast: Nach dem Gesetzt soll es an einem Tag in der Woche in Mensen und Caféterien einen vegetarischen Tag geben – ganz ohne Fleisch.

 

Der Kampf ums Fleisch lässt die deutschen Gemüter hochkochen – schließlich sind wir ja bekannt für Wurst und Schweinebraten. „Die Grünen wollen uns das Fleisch verbieten!“ titelt sogleich eine bekannte deutsche Boulevardzeitung. Wie reagiert die Internet-Gemeinde auf den Vorschlag der Grünen?

 

Sinnvolle Vorschläge auf Facebook

Schon seit Juni gibt es auf Facebook die Seite „Vegetarischer Tag an Münchner Mensen – Ja oder Nein?“. Studierende können hier darüber diskutieren, ob sie den erwzungenen Vegetarismus gut heißen oder nicht.

 

„Lieber insgesamt mehr vegetarische Gerichte und vor allem auch schön abwechslungsreich Dann ist die Auswahl größer und für jeden was dabei“, schreibt zum Beispiel eine Studentin als konstruktiven Vorschlag.

 

Eine anderer Student ist komplett gegen die Nahrungsvorschrift: „Freiheit ist auch immer Freiheit des Andersdenkenden! Gegen Unterdrückung, staatlichen Zwang und Bevormundung, FÜR Freiheit, Selbstentfaltung und eigene Verantwortung! Im Gedenken an Rosa Luxemburg: Nein zum Zwang, ja zur eigenen Entscheidung!“

 

Oder kurz und knapp: „Bevormundung nein, mehr vegetarische Gerichte insgesamt ja.“

 

Spott und Witz auf Twitter

Auch auf Twitter findet man unter dem hashtag veggieday allerlei Meinungen zum Gesetzesvorschlag der Grünen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Veggie Day polarisiert Deutschland – aber eines haben die Grünen auf jeden Fall geschafft: Sie haben sich ins Gespräch gebracht.

 

Die Bildzeitung schreibt über einen „Veggie Day“ und alle regen sich zwei Tage darüber auf. Das nenne ich mal gelungenes Agenda Setting.

— insa. oh insa. (@inschka) August 6, 2013