Der TSV 1860 München kämpft ums Überleben in Liga 2.

Haching und 1860 kegeln Erstligisten aus dem Pokal

 

Nach der Pokal-Sensation gegen Ingolstadt träumt Manfred Schwabl schon vom nächsten Derby, dem «richtigen», dem gegen 1860 München. «Da wäre das Stadion voll und wir hätten vielleicht sogar eine Chance», meinte der Präsident der SpVgg Unterhaching, die nach dem Abstieg in Liga vier durch ein 2:1 im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Ingolstadt erstmals wieder positiv überraschte.

 

 

Den sportlich wie finanziell leidenden Hachingern – bei denen die 268 000 Euro für ein weiteres Pokalspiel laut Trainer Claus Schromm «Gold wert» sind – hatten sich für ihren Coup schon am Sonntag feiern lassen, Club-Boss Schwabl sprach vom «einen oder anderen Weißbier».

Einsiedler ist Hachings Held

 

Dabei hatte der Präsident die Überraschung offenbar geahnt. «Ich hatte zweimal in meinem Leben ein weißes Hemd an: Bei meiner Hochzeit und heute hier», erzählte er den Spielern vor dem Anpfiff und machte damit klar, welche einmalige Chance sich bot – die genutzt wurde.

 

 

Beherzte 95 Minute Abwehrkampf und zwei entscheidende Konter waren das Erfolgsrezept des Regionalligisten. Doppeltorschütze Markus Einsiedler, der im Rahmen des umfänglichen Kader-Neubaus aus Rosenheim gekommen war, sah sich nicht als Pokalheld. Vor seinen zwei Toren war er zwar «cooler als sonst», aber letztlich sei das sein Job: «Die Stürmer schießen Tore, die Verteidiger verteidigen.»

 

Auch 1860 auf Kurs

 

Ohne Esprit und Ideen hat sich 1899 Hoffenheim früh aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Mit dem eingewechselten Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi verlor der Fußball-Bundesligist am Samstag sein Erstrundenspiel beim TSV 1860 München verdientermaßen mit 0:2 (0:0).

 

Der Südafrikaner Daylon Claasen (51. Minute) und Fejsal Mulic (90.+3) entschieden mit ihren Toren das Spiel für agile Gastgeber, die mit den unerwartet uninspiriert auftretenden Hoffenheimern keine nennenswerten Probleme hatten.

 

 

make/dpa