Ein Feuerwehrauto im Einsatz, © Symbolfoto

Häftlinge legen Feuer – Großeinsatz im Jugendgefängnis

Die Häftlinge des Jugendgefängnisses sollen wie jeden Abend in ihren Zellen eingeschlossen werden. Doch diesmal regt sich Widerstand gegen die Anweisungen der Beamten. Knapp vier Stunden verhandelt die Polizei mit den 18 Jugendlichen.

 

 

 

 

In einem Jugendgefängnis in Ebrach (Landkreis Bamberg) haben Häftlinge Feuer gelegt und einen Großeinsatz ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, weigerten sich die 18 Jugendlichen am Dienstagabend, in ihre Zellen zu gehen. Sie hielten sich zu dem Zeitpunkt frei im Zellentrakt auf. Die Häftlinge setzten einen «Stoffgegenstand» in Brand, woraufhin sich dichter Rauch verbreitete. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst fuhren mit einem Großaufgebot in den kleinen Ort zwischen Würzburg und Bamberg.

 

Rund vier Stunden verhandelten speziell geschulte Polizisten mit den Jugendlichen und überredeten sie schließlich, ihren Widerstand aufzugeben. Gegen 1 Uhr in der Nacht gaben sie nach und ließen sich in Einzelhaft nehmen. Weder Insassen noch Angestellte der Haftanstalt wurden verletzt. Das Feuer erlosch von selbst.

 

Warum die Häftlinge den Aufstand probten ist zunächst unklar

 

Um Mitternacht hatte die Polizeisprecherin einen Gefangenenausbruch ausschließen können. „Das Geschehen spielt sich komplett im Inneren der JVA ab“, sagte Anne Höfer, Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberfranken, der „Frankenpost“.

 

Weder Häftlinge noch Angestellte der Vollzugsanstalt wurden verletzt.

Warum die Häftlinge sich am Abend den Vollzugsbeamten widersetzten, ist nicht bekannt. In dem Gefängnis sind Gefangene bis zu einem Alter von 24 Jahren untergebracht. Die JVA Ebrach ist die größte Jugendstrafanstalt in Bayern. Sie verfügt über 337 Plätze im Regelvollzug.

dpa/brc