Grusel-Halloween: An diesen Orten um München ist es ganz schön unheimlich!

Gruselige Kürbisfratzen leuchten aus den Vorgärten heraus, Gespenster ziehen durch die Straßen – Es ist Halloween. Doch in Bayern gibt es viele Orte, die nicht nur in der Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November ziemlich unheimlich sind. Wir haben uns für euch auf die Suche nach den schaurigsten Orten gemacht.

 

An diesen Orten in Bayern spukt es nicht nur zu Halloween:

 

Pestkapelle bei Weilheim

 

 

Die Pollingsrieder Kapelle bei Seeshaupt ist besser bekannt als „Weilheimer Pestkapelle“. Um sie ranken sich viele Mythen. Manche sagen, dass es dort spukt und besonders bei Vollmond soll es dort unheimlich sein. Der Münchner Merkur schreibt sogar von Schwarzen Messen, die dort gefeiert werden sollen. Es wird viel erzählt und geschrieben über die „verfluchte Kapelle“, wie sie vielfach genannt wird.

 

Ein User aus dem „gespensterWeb“ schreibt: „Zwischen Hohenkasten und Weilheim liegt eine Kapelle tief im Wald. Unter dieser fanden zu Zeiten der Pest die vielen Toten ihre letzte Ruhestätte. Als die lange Zeit der Pest im 18ten Jahrhundert endlich vorbei war, wurde die Kapelle auf dem Pestfriedhof errichtet. Viele Einwohner hatten damals Angst wegen Erscheinungen und dem Gejammer von Toten, das vom Friedhof zu kommen schien. Um die Kapelle herum sind Brunnen angelegt, die ein Pentagramm ergeben. Man sagt, dass der Wald im Umkreis von 5km um die Kapelle verflucht ist.

 

Man erzählt von einer Frau die an einem Baum in den Wäldern hängt und auch von einem schwarzen Hund, der Verirrten den Weg zeigt. (Diesen Hund habe ich selber mit Freunden schon gesehen.) Der Weg zur Kapelle ist nicht ausgeschildert; man verirrt sich fast immer im Wald und findet nur sehr schwer wieder hinaus. In der Kapelle brennen in der Nacht meist Kerzenlichter und man sieht ein umgedrehtes Kreuz. Wenn keine Lichter brennen, sieht man eine rote Gestalt mit schrecklichen Augen im Fenster. Außerdem sind Schreie zu hören.“ Vielleicht ist es aber auch einfach nur die abgeschiedene Lage der Kapelle, die die Phantasie der Menschen anregt.

 

Die Legende der weißen Frau

 

 

Um die Hubertuskapelle im Ebersberger Forst rankt sich die Legende der weißen Frau, deren Geist nachts Autofahrer anhält. Die Süddeutsche Zeitung hat diese Sage mal genauer unter die Lupe genommen: Fast jeder, der durch den Ebersberger Forst nach Ebersberg kommt, kennt sie – die kleine Kapelle direkt neben der Straße, mitten im Wald. Das kleine Bauwerk markiert gut die Hälfte der Wegstrecke auf der Staatsstraße von Forstinning in Richtung Kreisstadt. Geweiht ist die Kapelle dem heiligen Hubertus, dem Schutzheiligen der Jäger und Schützen. Bekannt ist sie jedoch eher wegen der Legenden, die sich um sie ranken. Eine dieser Geschichten ist die von der weißen Frau. Ein eher zweifelhafter Ruhm: Bei einem Unfall soll dort eine Frau überfahren und sterbend zurückgelassen worden sein.

 

Nun spukt angeblich ihr Geist entlang der Straße. Es heißt, sie suche noch heute nach dem Fahrer, der Unfallflucht begangen habe. Dieses Drama soll sich in den Vierzigerjahren des 20. Jahrhunderts abgespielt haben, weiß Antje Berberich vom Stadtarchiv in Ebersberg. Wer die Frau war, oder ob es den Unfall tatsächlich gab, ist hingegen nicht bekannt. Trotzdem reicht der Stoff, um die Phantasie der Menschen anzuregen: Junge Hobby-Ghostbuster fahren nachts mit Kameras an ihren Autos in den Wald und hoffen, dass sich die weiße Frau zu ihnen ins Auto setzt. Wer sie nicht mitnimmt, so die Geschichte, dem greift sie ins Lenkrad und verursacht so einen schweren Unfall. Videos solcher Ausflüge kann man im Internet finden. Den Geist selbst sieht man darin freilich nicht, aber die Kapelle.

 

Tatsächlich gab es bis in die Achtzigerjahre immer wieder Unfälle in der Nähe der Hubertuskapelle. 1985 kam ein Auto von der Straße ab und krachte in die Kapelle. Dabei riss es den rechten Eingangspfeiler aus dem Gemäuer. Danach wurde die Straße ein wenig verlegt, die Kurve entschärft. Seitdem, so Kreisheimatpfleger Markus Krammer, habe es „Gott sei Dank keine weiteren Unfälle mehr“ gegeben. Aber es erklärt doch, warum sich die Legende von der weißen Frau so hartnäckig hält. Unglücksfälle sind der Stoff, aus dem Legenden sind.

 

Der Teufelstritt in der Frauenkirche

 

 

Auch im Münchner Dom „Zu unserer lieben Frau“ habe sich wohl einmal gruselige Szenen abgespielt. Die Spuren sind bis heute sichtbar. Am Boden im Eingangsbereich unter dem Chor ist im Pflaster der in Stein gehauene Abdruck eines menschlichen Fußes zu sehen, der an der Ferse auch noch den Abdruck eines Spornes hat. Wenn man seinen Fuß in diesen Tritt hineinstellt und gegen den Hochaltar schaut, sieht man keine Seitenfenster; und von 1622 bis ca. 1860 sah man auch das Mittelfenster nicht, weil es verdeckt war durch den gewaltigen Renaissance-Hochaltar mit dem Maria-Himmelfahrt-Bild von Peter Candid. Über diesen schwarzen Tritt wird folgende Sage erzählt:

 

Der Baumeister habe mit dem Teufel um seine Seele gewettet, dass man in der Kirche kein Fenster sehen könne. Als die Kirche fertig war, hat sich der Teufel durch das große Tor geschlichen, neugierig und grimmig den Bau betrachtend. Plötzlich habe er laut gelacht und gemeint, ein Bau ohne Fenster werde nicht viel nützen. Da stand er nämlich gerade auf jener Stelle, wo jetzt noch die schwarze Fußspur ist. Er konnte also kein Fenster sehen. In triumphierender Freude habe er auf den Boden gestampft und so im Pflaster seinen Fußtritt hinterlassen. Als er jedoch noch einen Schritt weiter vorging, seien urplötzlich eine Menge Fenster da gewesen. Nun sah er, dass er der Geprellte war. Vor Zorn habe er sich in einen heftigen Wind verwandelt, und gehofft, er könne den Bau im Sturm zusammenwerfen. Aber er konnte es nicht. Seitdem stürmt der ein oder andere seiner Gesellen immer noch um die Türme.

 

Das ungeklärte Verbrechen von Hinterkaifeck

 

Hinterkaifeck ist der Tatort eines der rätselhaftesten Verbrechen in der deutschen Kriminalgeschichte. Auf dem Einödhof, etwa 300 Meter von Gröbern entfernt, der im Gemeindegebiet von Wangen (heute: Gemeindegebiet Waidhofen) in Oberbayern lag und etwa sechs Kilometer von Schrobenhausen entfernt war, wurden in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1922 sechs Menschen ermordet, indem der oder die Täter ihnen mit einer Reuthaue den Schädel einschlug(en). Das Verbrechen wurde bislang nicht aufgeklärt. Es gibt aber viele Theorien und Spekulationen, wer die Familie ermordet haben könnte. Einige davon findet ihr hier.