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Handy am Steuer: Busfahrer wegen Fahrgast-Video gefeuert

Ein Busfahrer hat seinen Job verloren, weil er minutenlang am Steuer mit seinem Handy beschäftigt war. Der Vorfall wurde bekannt, weil ein Fahrgast ihn dabei filmte und das Video der Presse zuspielte.

 

Öffentliche Verkehrsmittel gelten vor allem in großen Metropolen wie München als eine bequeme und vor allem verkehrssichere Alternative zum Auto. Während die Polizei mehr und mehr Unfälle aufgrund von Ablenkungen durch Smartphones zu vermelden hat, wähnte man sich im ÖPNV davor bislang sicher.

 

Eine Ausnahme bot sich am vergangenen Freitag den Fahrgästen der Linie 840 in Fürstenfeldbruck. Dort hatte ein Fahrgast den Busfahrer während seiner Fahrt minutenlang aufs Handy starren gesehen. Daraufhin zückte er die Kamera und filmte den Vorfall. Später spielte er das Video der Bild-Zeitung zu, die das Video veröffentlichte.

 

Laut Informationen der tz erhielt der verantwortliche Busfahrer nun eine Geldstrafe in Höhe von 200€ und wurde vom zuständigen Unternehmer fristlos entlassen. Auch ein Bußgeldbescheid der Polizei könnte den Fahrer demnächst zusätzlich erwarten. Infolgedessen verurteilt der MVV neben dem zweifellos falschen Verhalten des Fahrers aber auch die minutenlange Video-Aufnahme durch den Fahrgast. Auch bei Verstößen gegen grundlegende Sicherheitsvorschriften sei das Recht am eigenen Bild nicht schonungslos außer Acht zu lassen. Grundsätzlich hätte der MVV deshalb eine vorherige Kontaktaufnahme des Filmers begrüßt, anstatt das Video in der Presse zu sehen.