Hauptzollamt geht gegen Schwarzarbeit vor

Schwarzarbeit lohnt sich nicht. In den vergangenen 5 Monaten hat das Hauptzollamt München über eine Million Euro aus Gewinnen von Schwarzarbeit abgeschöpft. Ziel der Fahnder waren vier ausländische Baufirmen.

 

Zum Beispiel geriet bereits im letzten Jahr ein portugiesisches Bauunternehmen auf Grund zahlreicher Beschwerden portugiesischer Arbeiter, den auf deutschen Baustellen gültigen Mindestlohn nicht erhalten zu haben, ins Visier der Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Rund 25 Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit durchsuchten im August 2013 im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens daraufhin zahlreiche Büro- und Baucontainer sowie Geschäftsräume nach entsprechenden Unterlagen. Dem Unternehmer konnte nachgewiesen werden, dass er gefälschte Lohnaufzeichnungen führte, um zu verschleiern, seinen Bauarbeitern deutlich weniger gezahlt zu haben.

 

 

„Das Hauptzollamt München hat jetzt den Gewinn in Höhe von 500.000 Euro zugunsten der Staatskasse bei dieser portugiesischen Baufirma sowie insgesamt 525.000 Euro bei einem ungarischen und zwei polnischen Bauunternehmen abgeschöpft“, so Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamts München. Sinn dieser Vorschrift ist es, unrechtmäßig erlangten Vermögenszuwachs abzuschöpfen, also eine rechtswidrige Bereicherung zu beseitigen.

 

 

Das ist kein Einzelfall. Die Problematik der Schwarzarbeit besteht seit etlichen Jahren. Das Hauptzollamt muss sich regelmäßig mit Fällen dieser Art beschäftigen. Bei Einführung des Mindestlohnes befürchten viele, dass die Schwarzarbeit rasant zunehmen könnte.

 

 

jn / Hauptzollamt