— © Diensthund Herkules Foto: Bundespolizei
Diensthund Herkules Foto: Bundespolizei

Herkules' Spürnase deckt Obdachlosen auf, der mehrere Gleise lahmgelegt hatte

Wieder hat Polizeihund Herkules gezeigt, wie wichtig Diensthunde sind. Er stöberte einen Obdachlosen auf, der im Gleisbereich wohnte. Gleich vier Einsätze hatte der Schäferhund an diesem Wochenende.

 

Am Sonntag, den 06.03., kurz vor elf Uhr, ging bei der Bundespolizei eine Meldung über eine Person im Fasanerietunnel ein. Sofort wurden die Gleise der Bahnstrecke München – Regensburg und der S1 gesperrt. Schnell erreichten die Einsatzkräfte den rund 500 Meter langen Bahntunnel unter der B304 (Verlängerung Frankfurter Ring und Ausläufer Rangierbahnhof).
Der Diensthund Herkules von Klammeck wurde an der nördlichen Tunnelausfahrt von seinem Diensthundeführer Mario Bornkessel in der „freien Stöbersuche“ eingesetzt. Mittlerweile war bekannt geworden, dass es sich bei der Person um einen Mann, bekleidet mit gelber Warnweste und einem Fahrradhelm sowie einem Fahrrad auf der Schulter (!), handeln sollte.

Herkules lief sofort in Richtung des Tunnels. Auf Höhe der Tunneleinfahrt veränderte der Diensthund jedoch sein Verhalten. Sein intensives Suchen verriet, dass er eine frische menschliche Geruchsspur aufgenommen hatte. Der Hund wendete und lief zu einem Notaussieg, der sich hinter einem Funktionsgebäude der Deutschen Bahn befindet. Polizeihauptmeister Bornkessel legte Herkules ab und fand hinter dem Gebäude einen Mann, auf den die Beschreibung zutraf. Aufgrund der markanten Bekleidung konnte der Mann, der in der Nähe in einem Matratzenlager haust, eindeutig als der Gesuchte identifiziert werden.
Der Obdachlose bestritt jedoch, sich im Bereich der Gleise aufgehalten zu haben. Der 66-jährige gebürtige Rumäne wurde mit einem Verwarngeld von 50 Euro belegt, da sein Aufenthalt in dem Tunnel eine akute Gefahr bedeutet. Auch hatte er sich wegen der Sperrung der Strecke zu verantworten. Es wird davon ausgegangen, dass der Mann schon des Öfteren durch den Tunnel gegangen war und ihn als Abkürzung zu seiner Wohnstätte verwendet hatte. Es wird deswegen eine Räumung seines Matratzenlagers durch die Deutsche Bahn AG initiiert.

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