Herrmann: Mehr Lkw-Kontrollen sollen Straßen sicherer machen

36 Tote gab es allein im vergangenen Jahr bei Unfällen, an denen Lastwagen beteiligt waren. Und in der Mehrzahl waren die Lkw-Fahrer auch die Verursacher. Verkehrsminister Herrmann reagiert mit verstärkten Kontrollen.

 

 

Fahrenzhausen – Angesichts einer steigenden Zahl von Unfällen mit Lastwagen dringt Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann auf mehr Überwachung auf Bayerns Straßen. Dafür sorgen sollen unter anderem mobile und stationäre Kontrollstellen, wie der CSU-Politiker am Montag an der Autobahn 9 bei Fahrenzhausen im oberbayerischen Landkreis Freising angekündigte.

 

«Mit unseren verstärkten Lkw-Kontrollen bekämpfen wir die Hauptursachen schwerer Lkw-Unfälle: Fehlender Sicherheitsabstand, nicht angepasste Geschwindigkeit, Übermüdung und technische Mängel», sagte Herrmann. 4450 Unfälle mit Lastern gab es laut Innenministerium vergangenes Jahr – 8,7 Prozent mehr als 2015. Dabei starben 36 Menschen, zwei Drittel der Unfälle verursachten Lkw-Fahrer.

 

Mit den stationären Kontrollstellen könne die Polizei besser tageszeit- und witterungsunabhängig arbeiten, sagte Herrmann. «Die abgesperrten und gut beleuchteten Kontrollbereiche bedeuten auch deutlich mehr Sicherheit für unsere Einsatzkräfte.»

 

Drei Standorte für die Kontrollstellen stehen bereits fest: zwei in Oberbayern und eine in Oberfranken. Für die sechs anderen sucht die Polizei derzeit noch nach geeigneten Stellen.

 

An den Kontrollstellen können unter anderem Laster gewogen werden. «Überladene Lkw sind nicht nur ein rollendes Sicherheitsrisiko, sondern schaden auch unseren Straßen», sagte Herrmann zur Begründung. Zusätzlich würden auch die Fahrtauglichkeit des Fahrers, die Ladungssicherung und der technische Zustand des Fahrzeugs überprüft.

 

dpa