Viele Menschen baden am Flussufer, © Der Flaucher an der Münchner Isar

Heute stellen wir den Hitzerekord für Juli ein

Nach dem weltweiten Hitzerekord im Juni, könnte auch der Juli Rekorde brechen. Mit dem heutigen „Hitzetag“ ist die Anzahl von 13 heißen Tagen im Juli aus dem Jahr 2006 eingestellt. Damals – wer erinnert sich nicht gerne zurück – im Jahr des Sommermärchens. Allerdings birgt die Hitze auch Gefahren.

 

München – Der heiße Sommer hat München einen weiteren Hitze-Rekord beschert. Der Mittwoch war der 13. «heiße Tag» in der bayerischen Landeshauptstadt in diesem Juli mit Temperaturen von mindestens 30 Grad. Damit wurde der Münchner Rekord von 2006 eingestellt. Auch damals gab es im Juli 13 «heiße Tage», wie Volker Wünsche vom Deutschen Wetterdienst in München sagte und einen Bericht des «Münchner Merkur» (Mittwoch) bestätigte.

 

 

Am Vormittag wurden bereits 30 Grad gemessen, am Nachmittag sollten es bis zu 34 Grad werden. Eine noch größere Hitze wurde nur in Niederbayern erwartet, wo die Temperaturen im Laufe des Tages auf bis zu 35 Grad klettern sollten. Dass der Rekord geknackt und der Juli es in München sogar auf 14 «heiße Tage» schafft, bezweifelte Wünsche auf Nachfrage. «In den nächsten Tagen wird es nicht mehr heiß.»

 

40,3 Grad ist der Rekord

 

Ob es durch die vielen heißen Tage auch der Juli mit den höchsten Durchschnittstemperaturen in München seit Beginn der Aufzeichnungen wird, wollte Wünsche im «Merkur» noch nicht vorhersagen. Bisher gelte etwa für München der Juli 1983 mit einer mittleren Temperatur von 23,3 Grad als heißester Julimonat. Aktuell liegt der Schnitt bei 23,6 Grad – aber der Monat hat ja auch noch eine Woche. Fest steht laut Wünsche aber schon jetzt: «Der Juli 2015 geht in Bayern sicherlich als einer der heißesten Julimonate in die Geschichte ein.»

 

 

Am 5. Juli war in Bayern bereits ein deutschlandweiter Rekord gemessen worden: Im unterfränkischen Kitzingen erreichten das Thermometer 40,3 Grad. Das war die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

 

Viel Wasser zu sich nehmen

 

Die Münchner kennen sich mit dem schönen Sommer-Wetter mittlerweile gut aus. Ob Entspannen im Englischen Garten oder die Füße baumeln lassen in der Isar, man weiß hier das gute Wetter zu nutzen. Freibäder, Biergärten und Straßencafés in der Stadt sind voll und die Münchner genießen das herrliche Wetter.

 

Doch die Hitze birgt auch Gefahren für Körper und Geist. Gerade ältere Menschen sollten daher immer eine Flasche Wasser bei sich haben. Viel trinken gilt für alle, dann überstehen wir auch Hitzetag Nummer 13. Und ab morgen gibts eine kleine Abkühlung.

 

Aber auch Gefahren durch Blow-ups

 

Doch die Hitze hat nicht nur positive Auswirkungen auf unser Leben. Die Gefahr von Blow-ups und Fahrbahnschäden auf den Autobahnen steigt stark. Sogenannte Blow-ups führen immer häufiger dazu, dass Straßenabschnitte aufplatzen. Bei diesem potenziell tödlichen Phänomen kann unter langanhaltenden hohen Temperaturen eine Betonfahrbahn aufreißen. Durch die starke Sonneneinwirkung dehnen sich die Betonplatten aus und wölben sich nach oben. Die dabei entstehende Spannung führt letztendlich dazu, dass die Platte zerstört wird.

 

Aber aufgepasst, der Sommer hat auch seine Tücken für uns Menschen. Wegen der starken Strahlung sollten längere Aufenthalte während der Mittagszeit, wenn die Sonne am stärksten scheint, vermieden werden.