Fahrzeuge fahren auf der Autobahn, © Straßen- und Autobahnmeistereien sollen bestreikt werden.

Holzkirchen: gestohlener BMW X6 sichergestellt

Ein in Italien im Jahr 2012 gestohlener BMW X6 ist nun von der Polizei auf der A8 am Rastplatz Holzkirchen entdeckt worden. Nun aber mit spanischen Papieren und einem rumänischen Fahrer.

Wie die Polizei in Rosenheim mitgeteilt hat, haben Schleierfahnder am Mittwochabend das hochwertige Fahrzeug an der Raststätte Holzkirchen aus dem Verkehr gezogen und kontrolliert. Der 32 Jahre alte rumänische Fahrer war zugleich Halter des Pkw und übergab spanische Fahrzeugpapiere an die Polizeibeamten. Die Überprüfung der ausgehändigten Dokumente und des BMW ergaben, das wesentliche Fahrzeugteile verändert waren. Noch während der Befragung des 32-jährigen Mannes konnte die tatsächliche Herkunft des sichergestellten Fahrzeugs festgestellt werden. Der BMW wurde im Sommer 2012 in Italien gestohlen und ist nun zur Sicherstellung ausgeschrieben. Da eine Verbindung zwischen Diebstahl und Fahrer nicht herzustellen war, wurde dem Mann im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen die Weiterreise gestattet. Allerdings ohne seinen Pkw.

Mit den Schleierfahndern unterwegs

Die Salzburger Autobahn gehört zur sogenannten Balkanroute. Sowohl der Zoll, als auch die Bundespolizei und die Landespolizei fahren hier verstärkt in zivilen Fahrzeugen Streife. Auf der Balkanroute wird zum einen Marihuana und Kokain aus den Niederlanden Richtung Italien transportiert. In der Gegenrichtung wird meistens Heroin über die Balkanstaaten nach Nordeuropa transportiert. Die Schleierfahnder sind eine reine Kontrollgruppe. Sie können nur auf Verdacht Fahrzeuge anhalten und kontrollieren. Zur eigenen Sicherheit können sie bereits während der Fahrt mit ihren CarPads Daten über das vor ihnen fahrenden Fahrzeug abfragen. So wissen sie noch vor dem ersten Kontakt beispeislweise, ob der Fahrer bereits vorbestraft ist oder das Auto als gestohlen gemeldet ist. Nicht immer gelingt ihnen dabei so ein großer Erfolg wie oben beschrieben. Häufig werden auch nur kleine Verstöße von ihnen aufgedeckt. Aber quasi als erste Abwehr gegen das grenzüberschreitende Verbrechen sind sie bei der bayerischen Polizei nicht mehr wegzudenken.
mh / Polizei