betteln, Bettler, Innenstadt München

Polizei Holzkirchen warnt vor aggressiven Bettel-Banden

Die Polizei Holzkirchen warnt vor aggressiven Bettelbanden. In Weyern seien einige Personen sogar in eine Besprechung im Rathaus geplatzt, um zu betteln. Einen Zusammenhang mit der neuen „Bettelverordnung in München gibt es allerdings laut Polizei nicht.

 

Die Polizei Holzkirchen hat vergangene Woche ein paar Anrufe mehr bekommen als sonst. Viele Bürger aus dem Gemeindebereich Weyarn teilten besorgt mit, dass seit einiger Zeit Bettel-Banden, vermehrt rumänische Bettler, unterwegs sind.

 

Mittlerweise treten die Bettler an den Haushalten mehrköpfig auf, was auf die Bürger besonders einschüchternd wirkt. Zudem wird dann sehr fordernd nach Geld bzw. nach Lebensmittel angefragt. Es soll auch vorgekommen sein, dass ein Bürger die Haustüre schließen wollte und die Bettlerin daraufhin den Fuss in den Türspalt stellte, um dies zu verhindern. Durch dieses aggressive Betteln spendeten Bürger aus purer Angst oder alte Menschen wurden dadurch besonders übervorteilt.

 

Die Bettler scheuten sich auch nicht während einer Besprechung in den Rathaussitzungssaal zu gehen und alle Besprechungsgäste sowie sämtliches Personal anzubetteln! Hier hilft dann letztlich nur der Griff zum Telefonhörer und das Wort “Polizei”, um die aufdringlichen Bettler zum Gehen zu bewegen. Es ist wichtig, die Polizei sofort zu informieren, wenn auffällig viele Bettler unterwegs sind!

 

Grundsätzlich ist das Betteln an Haustüren auch nicht verboten! Nur auf öffentlichen Plätzen können Städte und Gemeinden von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

 

Daher rät die Polizei den Bürgern vor allem eines:

 

Die Bettler auf keinen Fall ins Haus lassen und höflich, aber bestimmt auffordern, zu verschwinden.

 

Durch die Großzügigkeit vieler Spender, vorwiegend älterer Bürger, steigt die Zahl der Bettler jährlich an. Mehr und mehr wird beobachtet, dass die Bettler auch nicht davor zurückschrecken die Grundstücke und auch unversperrte Wohnungen der Bürger zu betreten, um dort Diebstähle zu begehen.

 

Es wird dringend davon abgeraten, den Bettlern Geld zu geben! Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass sie dann schneller verschwinden. Vielmehr suchen sie potentielle Spender immer wieder auf.

 

Außerdem sind die Bettler meist nur die letzten Glieder einer Betrügerkette. Es sind zwar arme, aber keine notleidenden Menschen! Hinter ihnen stehen Banden, die sie mit Bussen in einen Ort fahren, sie abends wieder abholen und ihnen dann das Geld wieder abnehmen.

 

Alternativ gibt es genügend öffentliche sowie private Hilfsorganisationen, die mit Spendengeldern verantwortungsvoll und zielgerichtet umgehen.

 

Kein Zusammenhang mit neuer Allgemeinverfügung in München

 

Wie die Polizei gegenüber münchen.tv mitteilte, gebe es keinen Zusammenhang zwischen dem Auftauchen der Bettelbanden im Münchner Umland und der neuen Allgemeinverfügung, mit der in München stärker gegen aggressive Bettler vorgegangen werden soll.

 

In der Region Holzkirchen und rund um den Tegernsee gebe es immer wieder organisierte Bettelbanden.