Idylle statt Hotelburgen: „Bergsteigerdörfer“ könnten bald auch in Bayern kommen

Idyllische Bergdörfer statt alpenländischer Vergnügungsparks mit Hotelburgen – das ist das Konzept der  Bergsteigerdörfer, das sich in Österreich schon großer Beliebtheit erfreut. Die Idee: Die historischen Ortsbilder sollen erhalten bleiben, ein sogenannter „sanfter Tourismus“ soll sich hauptsächlich an natur- und sportbegeisterte Bergsteiger richten. Nun wollen auch die deutschen Tourismusverbände auf den Zug aufspringen und das Konzept fördern.

 

In Nachbarland Österreich verpflichten sich die Orte unter anderem, Pisten und Lifte nicht weiter auszubauen. Verboten sind große Hotelblocks und Appartementanlagen, die den dörflichen Charakter stören. Die Orte werben mit naturschonendem Tourismus: Wandern, Schneeschuhgehen – und einem Verzicht auf neue größere Erschließungen.

 

«Das Projekt „Bergsteigerdörfer“ passt hervorragend in die bayerischen Alpen», lobte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP). «Es rückt unsere Bergdörfer in den Mittelpunkt, in denen sanfter Tourismus, Brauchtum und regionale Wirtschaftskreisläufe gelebt werden.» Keine andere Bewegungsform sei so angesagt wie das Wandern. «Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn das Projekt den Sprung von Österreich nach Bayern machen würde.»

 

 

mt / dpa / lby