Polizeiauto im Einsatz, © Symbolfoto

Im ersten Halbjahr schon 90 Verkehrstote durch Raserei

Im ersten Halbjahr 2016 sind bei Verkehrsunfällen in Bayern deutlich mehr Autoinsassen tödlich verunglückt als im Vorjahr. Die Zahl der getöteten Radler, Fußgänger und Motorradfahrer hingegen ging zurück.

 

München – Auf Bayerns Straßen sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 273 Menschen ums Leben gekommen. Dies hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in München mitgeteilt. Mit einem Anstieg von 0,7 Prozent bewegt sich die Zahl der Verkehrstoten ungefähr auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2015.

 

Allein 90 Menschen kamen wegen Raserei auf den Straßen zu Tode. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet dies eine Zunahme von 9,8 Prozent. «Mich sorgt vor allem der deutliche Anstieg der tödlichen Geschwindigkeitsunfälle», sagte Herrmann. «Offenbar fehlt bei vielen Autofahrern noch die nötige Einsicht.» Deshalb seien weiterhin konsequente Polizeikontrollen notwendig, vor allem auf den Landstraßen. Auch seien zum Schuljahresanfang Mitte September mehrtägige Schwerpunktaktionen der bayerischen Polizei geplant.

 

Der Unfallstatistik zufolge verzeichnete die Polizei von Januar bis Ende Juni dieses Jahres insgesamt knapp 191 000 Verkehrsunfälle. Dabei wurden außerdem 32 175 Personen verletzt (plus 0,7 Prozent).

 

Die bayerische Verkehrsunfallstatistik des ersten Halbjahres 2016 zeige insgesamt «ein gemischtes Bild», erklärte Herrmann: Während die Zahl der ums Leben gekommenen Autoinsassen um 43,5 Prozent auf 155 Personen gestiegen ist, ging die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrer um 40 Prozent auf 21 Personen zurück. Die Zahl der getöteten Fußgänger sank zudem um 21,3 Prozent auf 37 Personen, die Zahl der getöteten Motorradfahrer um 23,8 Prozent auf 48.

 

(dpa/lby)