Im münchen.tv Wiesn-Poesiealbum: Ruth Megary (Sängerin und Schauspielerin)

1. Meine erste Wiesn:

Meine erste Erinnerung an die Wiesn ist der„Herrenreiter vom Hippodrom“, der vor dem Eingang der damaligen „Pracht-Reitbahn“ des Hippodroms stand. Jeder Zoll ein Herrenreiter stand er auf einem kleinen Podium vor den großen Flügeltüren des Hippodroms. Bekleidet mit schwarzen Stiefeln, weißer Hose, rotem Jagdrock mit  Chrisantheme, weiße Wildlederhandschuhe, schwarzer Zylinder, Reitpeitsche und Monokel begann er pantomimisch, stumm einen Herrenreiter zu imitieren. Keiner wippte so elegant wie er im Rhythmus des Reitens und legte so vielsagend den Finger an die Lippen. Unnachahmlich, wie er die Gerte, einem Propeller gleich, durch die Luft wirbelte; und wie er das Monokel selbst bei den gewagtesten Grimassen nie aus dem Auge verlor. Als Kind stand ich immer wieder  mit großen Augen vor dieser Darbietung .

 

 

2. Das mache ich auf dem Oktoberfest am liebsten:
Was gibt es schöneres als an einem schönen sonnigen Herbsttag  über die Wiesn zu spazieren?  Denn wer sich etwas Zeit nimmt, das Oktoberfest zu erkunden, findet neben den Fahrattraktionen und mancher duftenden kulinarischer Köstlichkeit eine vielzahl  von Männern und Frauen in ihren prachtvollen Trachten . Im Biergarten des Festzelts verweile ich gerne mittags bei einer Mass Bier und einer Brezn und genieße die Sonne und das rege Wiesntreiben .
3. Diesem Wiesn-Schmankerl kann ich nicht wiederstehen:
Bei Schweinswürstel kann ich leider nicht wiederstehen
4. Das wäre mein Traumjob auf dem Oktoberfest:
Fremdenführerin auf dem Oktoberfest,  damit ich meine Fremdsprachen wieder auffrischen und mein geliebtes München Besuchern aus aller Welt näher bringen kann.
5. Mein schönstes oder lustigstes Wiesn-Erlebnis:
Vor Jahren war ich mit Freunden aus Wien, die auf der Durchreise in ihren Urlaub nach Italien waren, auf dem Oktoberfest, um unser Wiedersehen zu feiern. Im Bierzelt wurde gefeiert und zur Musik geschunkelt und als wir zu später Stunde das Zelt verliesen, vermissten meine Freunde ihre gesamte Urlaubskasse, die sie mit sich trugen. Alles suchen half nichts – die Tasche mit den Urlaubstickets und dem Geld war nicht auffindbar. Die Stimmung über den schönen Tag auf der Wiesn war von einer auf die andere Sekunde verflogen. Da hatte ich nur noch die Idee ins Wiesn-Fundbüro zu gehen. Und als wir so ins Fundbüro kamen übergab uns eine Nonne die Tasche. Sie fand die Tasche auf dem Weg und da gebrannte Mandeln in der Tasche waren, dachte sie sich schon, das ses besser wäre, die Tasche im Wiesn Fundbüro abzugeben. Die Freude war groß und der Wiesn Tag gerettet.

 

6. Mein Wiesn-Hit 2013:

LaBrassBanda mit „Nackert“

Bayerische Band mit origineller Musik