Ein Traktor fährt über ein Feld, © Symbolbild.

Immer weniger Bauernhöfe in Bayern

Großbetriebe werden in Bayern mittlerweile die Regel, zulasten der kleinen Bauernhöfe. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich in den vergangenen 20 Jahren fast halbiert.

 

Augsburg – In Bayern gibt es immer weniger kleine Bauernhöfe. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, wie die „Augsburger Allgemeine“ (Dienstag) berichtet. Demzufolge hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in den vergangenen 20 Jahren fast halbiert. Im Freistaat gebe es mittlerweile weniger als 85.000 große und kleine Bauernhöfe. 1999 waren es noch 150.000 Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe.

 

Zudem seien die verbliebenen Höfe größer geworden und würden mehr Tiere halten. Das gehe zu Lasten der kleinen Höfe – zwei von drei Kleinbauern mit weniger als zehn Hektar Fläche hätten in den vergangenen 20 Jahren ihren Betrieb aufgegeben.

 

„Bayern ist nicht die Insel der Glückseligkeit, in der die Landwirtschaft noch in bäuerlichen Strukturen verankert ist“, zitiert die Zeitung den bayerischen Grünen-Abgeordneten Stefan Schmidt. „Großbetriebe werden mittlerweile die Regel“, betonte er. „Immer mehr familiengeführte bäuerliche Betriebe in allen Regierungsbezirken Bayerns kämpfen um ihre Existenz.“

 

 

(dpa)