In den fünften Stock geklettert: Stalker in Ramersdorf festgenommen

Zwei Mal kletterte ein Mann über die Außenfassade in den fünften Stock eines Wohnhauses in München Ramersdorf. Grund dafür waren seine starken Gefühle für die Bewohnerin, so das Polizeipräsidium München in einer Pressemitteilung.

 

Am Samstag gegen 13:00 Uhr kletterte ein Mann über die Außenfassade und die Balkone in den fünften Stock eines Wohnhauses in der Ollenhauer Straße in München. Dabei wurde er von einem anderen Mann beobachtet, der sofort die Polizei verständigte.

 

Wie sich herausstellte, lernte der Fassadenkletterer gerade über das Internet eine 36-jährige Münchnerin kennen. Nach einem ersten einvernehmlichen Treffen suchte er immer wieder ihre Nähe. Bereits einen Tag zuvor fühlte sich die Münchnerin durch denselben Mann bedrängt und verständigte die Polizei, die ihm einen Platzverweis erteilte und ein Kontaktverbot aussprach. Doch er setzte sich über die polizeilichen Maßnahmen hinweg und suchte erneut die Nähe der 36-Jährigen. Auf Grund des psychisch auffälligen Verhaltens erließ die Polizei einen Unterbringungsbefehl.

 

Noch bevor der mutmaßliche Stalker vor einen Richter kam, wurde er durch den diensthabenden Arzt aus der psychiatrischen Einrichtung entlassen. Gleich darauf machte er sich erneut auf den Weg zur Wohnung in Ramersdorf. Wieder kletterte er zu der 15 Meter hoch gelegenen Balkonbrüstung. Die Polizeibeamten hatten nach der zweiten Alarmierung den Schlüssel zur Wohnung bekommen und konnten den Eindringling somit noch auf dem Balkon festnehmen.

 

Der 27-Jährige wurde erneut in einer Klink untergebracht. Grund dafür waren die vorherigen Einsätze und die steigende Intensität der unangebrachten Besuche. Zudem wurde Anzeige wegen Stalkings erstattet. Die Betroffene hat zum Schutz vor Annäherung und weiteren Kontakten die Möglichkeit auf ein gerichtliches Kontaktverbot.

 

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