Anruf über das Telefon, © Immer mehr Betrugsdelikte geschehen über das Telefon.

Infoveranstaltung: Wie verhalten bei falschen Polizeibeamten?

Betrugsdelikte über das Telefon erleben seit mehreren Jahren einen Boom. Am Mittwoch veranstaltet die Polizei München deswegen einen Informationsabend zum Thema falsche Polizeibeamte.

 

Auch im Münchner Raum werden immer mehr Straftaten registriert, bei denen Betrüger über das Telefon agieren. Besonders beliebt und leider nicht selten erfolgreich ist das Phänomen „Falscher Polizeibeamter“. Die Täter durchforsten in der Regel die Telefonverzeichnisse nach Telefonnummern, die auf Personen mit „altdeutschen“ Vornamen eingetragen sind. Danach werden die zumeist älteren Personen angerufen und ihnen beispielsweise eingeredet, es seien mehrere Einbrecher festgenommen worden und weitere seien noch flüchtig. Bei den Tätern habe man Unterlagen gefunden, die darauf hindeuten, dass auch bei den Angerufenen eingebrochen werden soll. Danach werden die Geschädigten gezielt nach Geld und Wertsachen ausgefragt. Ihnen wird darüber hinaus in vielen Fällen geschildert, dass auch Mitarbeiter ihrer Bank Teil der Bande seien und dass durch sie Falschgeld ausgegeben wird. Das gesamte Geld der Geschädigten, welches bei der Bank abgehoben werden muss, müsse deshalb überprüft werden.

 

Ein Fallbeispiel: Die Betrüger haben über das Telefon Druck auf Rentnerinnen ausgeübt und somit tausende Euro erbeutet.

 

 

Ein verdeckter Ermittler werde beim Geschädigten vorbeikommen, das Geld mitnehmen und nach Überprüfung wieder zurückgeben. In vielen Fällen dürfen die Geschädigten das Telefon nicht auflegen und müssen die ganze Nacht über immer wieder in das Telefon sprechen. Auch beim Gang zur Bank müssen sie ihr Handy bei bestehender Verbindung mitführen. Auf diese Weise werden die Geschädigten gezielt und dauerhaft überwacht. Eine Zeitlücke, um operativ an die Geschädigten heranzukommen, existiert dann nicht mehr.

 

Schaden geht in die Millionen

 

Bei dem Delikt handelt es sich um ein bundesweit vorhandenes Massenphänomen mit Schadenssummen, die jährlich in die Millionen gehen. Die Geldinstitute sind für die Polizei unverzichtbare Partner im Kampf gegen diese Betrüger. Nicht selten konnten in der Vergangenheit Taten durch aufmerksame Bankmitarbeiter/innen aufgeklärt werden und die Kunden vor einem hohen finanziellen Schaden bewahrt werden.

 

Kostenlose Informationsveranstaltung

 

Um die Bürger über die Machenschaften der Täter, über Verhaltensempfehlungen in Verdachtsmomenten, sowie das Vorgehen der Polizei zu informieren veranstaltet die Polizei München am Mittwoch, 28.06.2017, um 19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr, eine Informationsveranstaltung. Diese findet im Polizeipräsidium München, Ettstr. 2 80636 München (Haupteingang) statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

sas