Symbolfoto einer Festnahme der Bundespolizei, © Symbolfoto der Bundespolizei

International gesuchter Mörder am Flughafen München gefasst

Bundespolizisten haben am Flughafen München einen Schweizer festgenommen, der wegen Mordes gesucht wird. Seit Februar wurde nach dem 25-Jährigen mit internationalem Haftbefehl gesucht.

 

Er kam aus Istanbul im Erdinger Moos an und hatte wohl nicht mit der guten Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden in Europa gerechnet. Jetzt sitzt er in Auslieferungshaft. Die Ermittler werfen dem gebürtigen Züricher Mord vor. Er soll Anfang Februar einen Kontrahenten nach einer Diskothekenschlägerei erstochen haben, heißt es im Bericht der Bundespolizei. Nachdem der Züricher laut Zeugenaussagen zusammen mit mehreren Komplizen auf das spätere Opfer eingetreten hatte, ließen die Schläger wohl erst wieder von ihrem Opfer ab.

 

Dann, als die Auseinandersetzung offenbar bereits vorbei war, trafen der 25-Jährige und das Opfer offensichtlich nochmals aufeinander. Da soll der Tatverdächtige die wohl eher harmlose Situation ausgenutzt und seinem Opfer unvermittelt ein Messer in die Brust gestoßen haben. Dabei soll er sein Gegenüber tödlich am Herzen verletzt haben.

 

Nach der Tat war der Mann geflüchtet und blieb gestern im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Münchner Airport hängen, als er mit dem letzten Flug im Erdinger Moos ankam. Bei der Einreisekontrolle klickten die Handschellen.

 

Am Vormittag des 7. Oktober führten Bundespolizisten den Festgenommenen dem Haftrichter vor und lieferten ihn anschließend in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim ein. Dort muss er das durch die Generalstaatsanwaltschaft München betriebene Auslieferungsverfahren abwarten.

 

Pressemitteilung Bundespolizei am Münchner Flughafen / pm