© Wer auf Glühwein und Bratwürste vom Münchner Weihnachtsmarkt verzichten kann, muss jetzt die Reise in die Ferne organisieren.

Ist denn jetzt schon Weihnachten?

Natürlich sind es Anfang August noch einige Wochen und Monate hin, bis der Weihnachtsmann oder das Christkind wieder vor der Tür stehen, aber: Es gibt durchaus Branchen, in denen jetzt – bei 30 Grad plus – bereits die Weihnachtsglocken läuten könnten. Wo das ist, verrät dieser Beitrag.

 

Weihnachten im Warmen? Jetzt Urlaub eintragen und buchen

 

Wer Schnee, Glätte, Eis und dem bayerischen Rummel rund um die Weihnachtszeit lieber entflieht und sogar auf Highlights wie den Münchner Weihnachtsmarkt verzichtet, der muss jetzt zuschlagen. Zum einen muss der Urlaub in der Firma eingetragen und genehmigt werden. Zum anderen muss die Weihnachts-Reise gebucht werden. Da die Idee, Weihnachten fernab der Heimat zu verbringen, viele haben, sind besonders beliebte Regionen schnell vergriffen. Auch könnten Schneefans sich noch ein Stück weiter Richtung bayerische Bergwelt begeben – in der Hoffnung, weiße Weihnachten auf einer verschneiten Hütte zu feiern.

 

Im Marketing-Bereich wird jetzt für Weihnachten vorgeplant

 

Wer seinen Kunden rechtzeitig ein Präsent zu Weihnachten zukommen lassen möchte, muss rechtzeitig planen, was heuer verschenkt werden soll und, wann diese Geschenke zu ordern sind. Ähnlich verhält es sich im Bereich der kleinen Aufmerksamkeiten für die eigene Belegschaft. Adventskalender für die Kollegen, für Lieferanten, Kunden und Geschäftspartner müssen bald geordert werden, denn: Die Beschenkten dürfen nicht etwa erst Ende Dezember ihre Adventskalender bekommen, sondern spätestens Ende November. Beim Adventskalender ist es weniger die süße Nascherei, sondern vielmehr der Kalender, der das Präsent auf den Monat Dezember reduziert und deswegen bereits im November ausgeteilt werden muss. Andere Kalender – Kundengeschenke mit Firmenlogo – dürfen übrigens auch nicht viel später ausgehändigt werden, dann nur so sichert sich der Dreifachkalender noch einen Platz an der Wand.

 

Die Location für die Weihnachtsfeier muss jetzt stehen

 

Es ist ähnlich wie bei der Hochzeits-Location: Wer sich nicht rechtzeitig um einen Raum für die Feier kümmert, findet kurzfristig sicherlich keine Location mehr. Während die Hochzeitspaare den Eventlocations vor allem im Mai die Bude einrennen, ist der Dezember klassischerweise der Monat der Weihnachtsfeiern. Wer eine große Mannschaft unterbringen muss, sollte rechtzeitig die Location buchen – auch wenn noch unklar ist, wer im Detail daran teilnehmen kann. Eine Alternativlösung könnte hingegen sein, den Mitarbeitern einen Ansporn fürs kommende Jahr zu geben und anstatt einer Weihnachtsfeier eine Neujahrsfeier zu veranstalten – natürlich nicht am 1. Januar, aber irgendwann im Laufe des Januars.

 

Die Landwirtschaft produziert „vor“

© Damit die Gans an Weihnachten zum Festessen werden kann, muss sich jetzt bereits ein Landwirt um sie kümmern.

 

Wer seine Gedanken in Richtung Weihnachtsmenü wandern lässt, der merkt schnell: Um Gans, Ente und Co. an Weihnachten servieren zu können, braucht es für den Endverbraucher nur die Zeit, um zum Metzger, zum Supermarkt oder auf den Markt zu gehen. Die Produzenten hingegen, die Landwirte, die Tiere züchten, um diese dann als leckere Fleischmahlzeit zu verkaufen, müssen vorbauen, um den Ansturm vor Weihnachten managen zu können. Gänse brauchen beispielsweise regulär 16 bis 23 Wochen, um ihre Schlachtreife zu erhalten. Das heißt auch, dass die Landwirte mit Gänsen längst die Tiere füttern, die an Weihnachten zum Festmahl werden. In diesem Bericht aus dem Augsburger Land verrät ein Bauer, dass er seine Gänse sogar fast ein Jahr lang hegt und pflegt.

 

Süßes für die Weihnachtszeit. Die Nikoläuse stehen schon bereit

 

© Schon jetzt stehen die Schokoladen-Nikoläuse bereit, um pünktlich zu Weihnachten vernascht werden zu können. Produziert werden sie bereits seit Mai.

 

Im vergangenen Jahr waren es rund 143 Millionen Schokoladen-Weihnachtsmänner, die die Schokoladenindustrie produziert hat, um Kinderaugen leuchten zu sehen. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie spricht jedoch nicht nur von diesen gigantisch hohen Produktionszahlen, sondern auch von Variantenvielfalt, die Schokonikoläuse für jeden Geschmackssinn offeriert. Die Produktion der Schokolade im glitzernden Papier hat vielerorts bereits im Mai begonnen – also pünktlich nachdem alle Schokoladenosterhasen vernascht waren.

 

Das Sortiment auf Weihnachten umstellt? Jetzt erfolgt die Planung

 

Wer einen virtuellen oder einen realen Shop hat, der wird jetzt bereits tüfteln, wie das Weihnachtsgeschäft sich möglichst positiv auf die Umsatzzahlen niederschlagen könnte. Das heißt aber auch: Der Online-Shop braucht neue Produkte, neuen Content, der Kunden anlockt und hier und da eine Werbeanzeige im Social Media Kanal. Wichtig ist es, die Änderungen jetzt auszuführen, denn auch wenn es schnell online ist, braucht es doch eine Weile, bis sich die Wirkung der Maßnahmen zeigt. Auch im Einzelhandel rüstet man sich für die Weihnachtszeit. Klassische Geschenke, wie etwa Parfum, Kleidung und Spielsachen, werden geordert – in der Hoffnung, dass der Einkäufer den richtigen Riecher für die Weihnachts-Geschenke-Trends des Jahres hat. Zudem erfolgt der Deko-Check. Ist noch nicht alles vorhanden, muss entsprechend nachgelegt werden.