Zollkontrolle im Reiseverkehr, © Zollkontrolle im Reiseverkehr

Jahresbilanz: 7,7 Milliarden – das kassiert der Münchner Zoll

Der Münchner Zoll zieht Jahresbilanz: Die Einnahmen lagen 2014 bei 7,7 Milliarden Euro. 4,5 Milliarden Euro macht allein die Tabaksteuer aus. Mit 2100 Verstößen im Bereich Marken- und Produktpiraterie werden auch etliche Fälschungen aus dem Verkehr gezogen – Pech für viele Online-Shopper.   

 

 

2014 hat der Zoll in München rund 7,7 Milliarden Euro eingenommen, die nun in den Staatshaushalt fließen können. Mit 4,5 Milliarden Euro gehen die höchsten Einnahmen aus der Tabaksteuer hervor, aber auch durch Schwarzarbeit, Biersteuer und andere Steuerabgaben die zum Beispiel bei der Einreise am Flughafen abgeführt werden müssen, sprudeln die Kassen der Zollstellen:  

 

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Übersicht: Einnahmen des Hauptzollamtes München im Jahr 2014 in Euro

  • Zölle 278.062.985
  • Einfuhrumsatzsteuer 1.618.291.875
  • Verbrauchsteuern (Tabak, Alkohol, etc) 5.828.681.648
  • Luftverkehrsteuer 24.390.960
  • Einnahmen gesamt 7.749.427.468    

 

 

Finanzkontrolle Schwarzarbeit  

 

Kein Unternehmen, das seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ordnungsgemäß beschäftigt, kann mit Firmen konkurrieren, die das Geschäft mit Schwarzarbeitern betreiben, so der Zoll. Mit seinem Einsatz gegen die Schwarzarbeit soll zur gerechten und korrekten Abführung der Abgaben, wie zum Beispiel den Sozialversicherungsbeiträgen, beigetragen werden. Schwarzarbeiter und ihre Auftraggeber schaden der Allgemeinheit: Sie betrügen die Sozialversicherung, hinterziehen Steuern und gefährden Arbeitsplätze.

 

 

Die Bediensteten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben im Jahr 2014 insgesamt 8.300 Personen und 1.450 Arbeitgeber überprüft. Unter anderem waren das Baugewerbe und die Wach- und Sicherheitsunternehmen Ziel der Überprüfungen der rund 100 Bediensteten des Hauptzollamts München. In diesem Bereich wurden:

  • rund 11 Millionen Euro Schadenssumme ermittelt,
  • in 2.200 abgeschlossenen Strafverfahren Freiheitsstrafen von 49 Jahren verhängt und
  • in 1.100 abgeschlossenen Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten Bußgelder in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro festgesetzt.

 

 

 

Der Zoll am Flughafen München – Sicherheit für die Bürger

 

„Haben Sie Waren anzumelden?“ Auf diese Frage lässt sich die Arbeit des Zolls schon lange nicht mehr reduzieren. Rund 400 Zöllnerinnen und Zöllner sichern am Münchner Flughafen die Leistungsfähigkeit unseres Gemeinwesens, fördern den Wirtschaftsstandort Deutschland und tragen zur Stabilisierung unserer Sozialsysteme bei. Sie schützen die Wirtschaft vor Wettbewerbsverzerrungen, die Verbraucher vor mangelhaften Waren aus dem Ausland und die Bevölkerung vor den Folgen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität.

 

Rauschgift: Die Beamten stellten im vergangenen Jahr 221 Rauschgiftschmuggelfälle fest und zogen insgesamt 62 Kilogramm Rauschgift aus dem Verkehr.

Video: Crystal Fund 2013:

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Verbotene Gegenstände und Waffen: Insgesamt 145 verbotene Waffen, vornehmlich Schlagringe und Wurfsterne haben die Zöllner sichergestellt.

 

Video: Aus dem gesamten Bundesgebiet werden immer wieder Waffen zum Hauptzollamt München geliefert. Dort werden diese von Waffensachverständigen überprüft und beschossen. Dadurch kann festgestellt werden, ob diese Waffen noch in anderen Verbrechen verwendet wurden.

 

Artenschutz: Die Zöllner registrierten 113 Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. 7878 Verarbeitungserzeugnisse aus geschützten Tieren (Arzneimittel mit geschützten Pflanzenextrakten), 4 lebende Tiere und 12 lebende Pflanzen wurden den Reisenden im Laufe des vergangenen Jahres abgenommen. Beispielsweise wurden Schildkröten geschmuggelt. Auch ein Italiener fiel besonders auf. Er wollte 200 Vögel ins Land bringen, weil er diese als Delikatesse essen wollte.

 

Video: Schildkröten vom Zoll sichergestellt

 

Strafverfahren: Weil Reisende ihre Mitbringsel nicht beim Zoll am Flughafen München anmeldeten, wurden insgesamt 1.552 Strafverfahren eingeleitet. Als „abgabenrechtliche Sanktion“ wurde bei 6.600 Personen ein Zollzuschlag erhoben.

 

 

 

 

Zollamt München-Flughafen – Partner der Wirtschaft

 

Das Zollamt München-Flughafen überwacht die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren und setzt die zu erhebenden Einfuhrabgaben fest. Im vergangenen Jahr haben die Zöllner rund 776 Millionen Euro an Zöllen und Einfuhrumsatzsteuer erhoben. Insgesamt haben die Beamtinnen und Beamten über 1 Millionen Ausfuhr- und 167.000 Einfuhrsendungen abgefertigt.

 

 

Zollbeamter bei der Kontrolle von Postpaketen, © Zollbeamter bei der Kontrolle von Postpaketen

 

Zollamt Garching-Hochbrück – Viele Fälschungen sichergestellt

 

Eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf insgesamt rund 65.500 abgefertigte Postpakete brachte zusätzliche Arbeit im Bereich der Marken- und Produktpiraterie. Ob Sommer oder Winter, im vergangenen Jahr landeten zahlreiche Pakete mit Fälschungen angesagter Markenprodukte beim Zollamt in Garching-Hochbrück. Im Jahr 2014 wurden 2.100 Verstöße registriert. Insgesamt wurden rund 5.000 gefälschte Markenartikel, vornehmlich Sonnenbrillen, Turnschuhe oder  Handtaschen namhafter Hersteller, aus dem Verkehr gezogen.

 

 

„Der Internethandel boomt aber nicht alles ist erlaubt“, so der Leiter des Hauptzollamts München, Gerhard Rittenauer. „Da die Hersteller einen Antrag auf Tätigwerden des Zolls gestellt haben, werden die Waren dem Käufer nicht ausgehändigt, sondern angehalten und anschließend vernichtet“, so Thomas Meister, Pressesprecher des Hauptzollamts München. Besonders ärgerlich für die Beteiligten sind die Fälle, in denen auf diversen Onlineshops vermeintlich Originalwaren zu hohen Preisen gekauft wurden, diese sich dann beim Zoll aber als billiges Plagiat herausstellen. Daher gilt: Augen auf beim „Online-Shopping“.

 

Zollkontrolle im Reiseverkehr, © Zollkontrolle im Reiseverkehr

 

Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV)

 

Durch die KEV München wurden im Jahr 2014 insgesamt 5.966 Personenkontrollen vorgenommen. Dabei wurden 323 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Bei 79 Personen wurde festgestellt, dass sie noch Schulden beim Bund in Höhe von 95.000 Euro begleichen mussten.