Joachim „Blacky“ Fuchsberger gestorben

Schauspieler, Moderator und Songtexter. Joachim „Blacky“ Fuchsberger war eine der großen Persönlichkeiten des deutschen Fernsehens. Jetzt ist der Entertainer im Alter von 87 Jahren gestorben.

 

Einmal quer durch den deutschen Film

Mit der Filmtrilogie 08/15 über eine Wehrmachtsbatterie im zweiten Weltkrieg aus dem Jahr 1954 hatte Fuchsberger den Durchbruch geschafft.

Danach avancierte er zum Stammschauspieler deutscher Heimatfilme sowie in den Egar Wallace-Verfilmungen der späten Fünziger bis frühen Siebziger Jahre.

Ab den 70ern weigerte sich Joachim Fuchsberger, weiter in Filmen mitzuspielen.

Er kritisierte „die wachsende Oberflächlichkeit und den Qualitätsverfall im Fernsehen“ – erst 2007 ließ er sich wieder zu einer Filmrolle in der Wallace-Parodie „Der Wixxer“ überreden.

 

Der Moderator Blacky Fuchsberger

Seinen ersten Job als Moderator hatte Joachim Fuchsberger als Stadionsprecher bei der Eröffnungsfeier und anschließend bei der Abschluss-Zeremonie der Olympischen Spiele 1972.

Als den Organisatoren zugetragen wurde, dass es angeblich einen Terroranschlag auf die Spiele gegeben haben könnte, überließen die überforderten Chefs Fuchsberger die Entscheidung, ob er das Stadion evakuieren lassen wollte.

Er entschied sich aus Angst vor einer Massenpanik dagegen und lag so goldrichtig:

Der Terrorverdacht stellte sich als falsch heraus.

Von 1977 bis 1986 war Fuchsberger Moderator von „Auf los geht’s los“ und der Talkshow „Heut‘ abend“ im Programm der ARD.

Später übernahm er dann den Sendeplatz von „Was bin ich?“ nach Robert Lembkes Tod und füllte die Lücke mit seiner Gameshow „Ja oder Nein“.

 

Viele Talente

Nebenbei hatte Fuchsberger auch Erfolg als Schlagertexter:

Die Texte der Lieder „Was ich dir sagen will“, „Der große Abschied“, „Schau, es schneit“ sowie „Dann kann es sein, dass ein Mann auch einmal weint“ von Udo Jürgens stammten aus seiner Feder.

Im Jahre 1984 wurde Blacky Fuchsberger der erste deutsche Unicef-Botschafter.

Darüber hinaus engagierte er sich für die Nationalelf des deutschen Frauenfußballs.

 

Schicksalsschläge

Im Jahr 1978 hat ein Affe bei einer Fernsehshow den Moderator Fuchsberger gebissen, worauf dieser ernsthaft an Hepatitis B erkrankte. Die Folge war auch Depressionen. Beide schwere Erkrankungen konnte er aber ohne gravierende Folgen auskurieren.

2003 erlitt Fuchsberger auf der Bühne einen Schlaganfall.

Schon vorher hatte er drei Herzoperationen über sich ergehen lassen müssen.

2013 hatte er seinen zweiten Schlaganfall.

2010 war sein Sohn, Thomas Fuchsberger, umgekommen. Er war im Kulmbacher Mühlbach ertrunken.

Von alledem kam Joachim „Blacky“ Fuchsberger aber immer wieder zurück und rappelte sich auf.

Bis zum 11.09.2014 – an diesem Tag starb Joachim Fuchsberger im Alter von 87 Jahren.

 

Im Januar hatten wir Blacky Fuchsberger in einer Sondersendung  von „Intensiv! Das Gesundheitsmagazin“ zu Gast. Er sparch über seine geplanten Projekte und darüber, wie er nach seinem zweiten Schlaganfall wieder Lebenswillen und Kraft zurück gewann.

 

 

Heute Sondersendungen zu Blacky Fuchsberger:

20:15 Uhr: Menschen in München (vom 18.10.2006)

22:00 Uhr: Menschen in München (vom 25.10.2006)

00:00 Uhr: Menschen in München (vom 13.4.2011)

 

adc