Weihnachtstrucker Die Johanniter, © Foto: Tobias Grosser

Johanniter-Weihnachtstrucker: Hilfspakete für notleidende Menschen

Auch in diesem Jahr schicken die Johanniter mit sogenannten Weihnachtstruckern Hilfspakete nach Bosnien, Albanien und Rumänien. Seit nunmehr 24 Jahren soll so notbedürftigen Menschen in Osteuropa geholfen werden.

 

Im Jahr 2016 konnten die Johanniter-Weihnachtstrucker über 56.500 Hilfspakete sammeln. Mit Hilfe von mehr als hundert ehrenamtlichen Fahrern und Helfern wurden diese in vier Konvois in Kleinstädte und Dörfer sowie schwer zugängliche Bergdörfer in den Zielländern gebracht.

 

Die jährliche Sammelaktion geht insgesamt bis zum 15. Dezember. Bis dahin können bei allen Dienststellen der Hilfsorganisationen Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln abgegeben werden. In Bayern besteht zudem die Möglichkeit, die Pakete in allen Filialen des Lebensmitteldiscounters Lidl abzugeben. Ob Schulen, Kindergärten, Vereine, Firmen oder Privatleute – Jeder kann sich an der Aktion beteiligen. Zwischen den Jahren werden die Pakete dann von ehrenamtlichen Fahrern und Helfern nach Albanien, Bosnien und Rumänien transportiert und vor Ort an die Menschen verteilt.

 

Die Zielgruppen sind Familien, die sozial schwach sind oder viele Kinder haben, Waisen, Kindergarten- und Schulkinder, Senioren, Menschen mit Behinderung, Besucher von Armenküchen, aber auch an Opfer von Blutrache oder Bewohner einiger Roma-Siedlungen.

 

Weihnachtstrucker Die Johanniter, © Foto: Tobias Grosser

 

„Die Not besteht weiter, ganz nah vor unserer Tür, mitten in Europa. Da können wir einfach nicht wegsehen“, erklärt Gerhard Bieber, Pressesprecher und lokaler Weihnachtstrucker-Koordinator bei den Johannitern in München. Viele Menschen in den Zielländern leiden nach wie vor unter großer Armut und insbesondere in den harten Wintern bisweilen unter Hunger.

 

Johanniter-Helfer Markus Kristen leitete im Vorjahr zusammen mit Stefan Reitsam den Konvoi nach Bosnien-Herzegowina. „Wir haben mit Menschen gesprochen, die von 130 Euro im Monat leben müssen – und das bei Lebenshaltungskosten von 900 Euro“, berichtet er. „Da sind die Pakete eine Hilfe, um etwas Geld für andere wesentliche Dinge zur Verfügung zu haben.“

 

Für den Inhalt der Pakete gibt es eine Packliste. Folgende Artikel sollen in ein Hilfspaket:

 

3 kg Zucker, 3 kg Mehl, 1 kg Reis, 1 kg Nudeln, 1 Liter Speiseöl in Plastikflaschen, 3 Packungen Multivitamin-Brausetabletten, 3 Packungen Kekse, 5 Tafeln Schokolade, 500 g Kakaogetränkepulver, 2 Duschgele, 1 Handcreme, 2 Zahnbürsten, 2 Tuben Zahnpasta sowie 1 kleines Geschenk für Kinder (z.B. Malblock und Stifte).

 

Weihnachtstrucker Die Johanniter, © Foto: Tobias Grosser

 

Aber nicht nur durch Pakete, sondern auch durch Spenden kann geholfen werden, um die Weihnachtstrucker zu unterstützen – über die Internetseite der Aktion, an den jeweiligen Abgabestellen oder direkt über folgendes Konto:

 

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
IBAN: DE89 3702 0500 0004 3030 02
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Weihnachtstrucker

 

 

Weitere Spendenmöglichkeiten sowie Informationen zur nächstgelegenen Sammelstelle gibt es im Internet unter www.johanniter.de/weihnachtstrucker.