Junge Musiker protestieren gegen Münchner Konzertsaal-Entscheidung

München – Musikbegeisterte Studenten und Nachwuchsmusiker sind am Wochenende für einen zweiten Konzertsaal in München auf die Straße gegangen.  Sie stellen sich damit gegen die Entscheidung von Ministerpräsident Horst Seehofer und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. 

 

Mehrere 100 musikbegeisterte Studenten sind am Samstag für einen neuen Münchner Konzertsaal auf die Straße gegangen. Unter dem Motto „München braucht zwei große Konzertsäle“ demonstrierten sie gegen die Entscheidung von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter(SPD), keinen neuen Musiksaal in München zu bauen, sondern stattdessen die Philharmonie im Gasteig sanieren zu wollen. Ein Chor und Blechbläser unterstützten die Demonstranten.

 

Das studentisch geprägte Chor- und Orchesterensemble MünchenKlang hatte zu der Protestaktion auf dem Odeonsplatz aufgerufen. Die Nachwuchs-Musiker befürchten, vor allem während der Renovierung an den Rand gedrängt zu werden und keine geeigneten Räume mehr zu bekommen. Schon jetzt sei es für Laienensembles in den Spielzeiten praktisch unmöglich, Konzertsäle für große Projekte zu finden. Auch der professionelle Nachwuchs an der Hochschule für Musik und Theater sei schwer betroffen.

 

Aus der Kulturszene hatte es einen Proteststurm gegen die Entscheidung von Seehofer und Reiter gegeben. Eine Online-Petition hat mittlerweile mehr als 26 000 Unterstützer.