Kabinett stimmt Plänen für „neue“ Münchner Philharmonie zu

Eigentlich sollte die einmütige Entscheidung von Ministerpräsident Seehofer und Oberbürgermeister Reiter gegen einen neuen Münchner Konzertsaal eine jahrzehntelange Debatte beenden. Doch die Musikwelt zürnt. Jetzt billigt das Kabinett die Umbau-Pläne.

 

München  – Nach jahrelangem Dauerstreit über einen dritten Konzertsaal in München hat die Staatsregierung die Weichen gestellt: Es soll keinen dritten Saal geben, stattdessen soll die Philharmonie im Gasteig komplett umgebaut werden. Ungeachtet heftiger Kritik aus der Kulturszene stellte sich das bayerische Kabinett damit am Dienstag hinter den kürzlich von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ausgehandelten Plan.

 

Dieser sieht vor, dass in der alten Hülle des Kulturzentrums Gasteig ein komplett neuer Konzertsaal entstehen soll. Dort soll neben den Münchner Philharmonikern auch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks eine Heimat bekommen, mit abwechselnden Belegungsrechten. Pläne für einen weiteren Konzertsaal werden damit auf Eis gelegt.

 

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