Musikantenstadl-Moderator: Karl Moik im Alter von 76 Jahren gestorben

Der beliebte Fernsehmoderator und Begründer des Musikantenstadl Karl Moik ist tot. Er soll heute in Salzburg im Alter von 76 Jahren verstorben sein. 

 

Moik litt seit längerem an Nierenproblemen

 

Seit mehreren Wochen sei Karl Moik in der Salzburger Klinik wegen Nierenproblemen behandelt worden. Heute Morgen dann die traurige Nachricht: Karl Moik ist im Alter von 76 Jahren verstorben. Der Österreicher bewegte über Jahrzehnte Millionen von Fernsehzuschauern. Viele liebten ihn für seine schlichte Art zu moderieren, für Andere verkörperte er die schnukselige Spießigkeit.

 

Karl Moik wurde im Jahr 1938 im österreichischen Linz geboren. Als Kind einer alleinerziehenden Mutter wuchs er in Hallein bei Salzburg auf, während er seinen Vater erst mit fünf Jahren kennenlernte. Nach der Schule machte Moik eine Ausbildung zum Werkzeugmacher und wurde anschließend Vertreter für Fernsehantennen, Öfen und Kopiergeräte. Sein Showtalent zeigte er erstmals als Mitglied des Jazz-Trios „Jolly Austrians“, mit denen er sogar auf Europa-Tournee ging. Bekannt wurde er schließlich, nachdem der Österreichischen Rundfunk (ORF) ihn verpflichtete. Dort entwarf er 1980 den „Musikantenstadl“. Bis zur Einstellung im Jahr 2005 hatten nach ARD-Angaben rund 2,3 Milliarden Menschen die Sendung gesehen.

 

Moik erlitt bereits 2 Herzinfarkte

 

Kurz nach seiner letzten Millionensendung „Silvesterstadl“ 2005/2006 in Kärnten, erlitt Moik einen Schlaganfall und kam ins Krankenhaus. Sein Ausscheiden aus der Sendung war gegen seinen Willen von ORF und ARD beschlossen worden. Bereits 2004 hatte Moik während einer Karnevalsfeier in Köln einen Herzinfarkt erlitten. Genau zehn Jahre später erlitt er am Rosenmontag erneut in Köln einen weiteren Herzinfarkt, von dem er sich nicht mehr erholte.

 

„Wenn ich meine Karriere Revue passieren lasse, waren 90 bis 95 Prozent eine traumhafte Zeit“, sagte Moik anlässlich seines 75. Geburtstags 2013 der Deutschen Presse-Agentur. „Man weiß ja in meinem Alter, dass die Wegstrecke nicht mehr so lange ist, aber ich will sie noch genießen, so weit es geht.“ Nun ist dieser Weg an ein Ende gelangt.

 

dpa /sg