Katze liegt in Korb, © Symbolbild

Katze in München zu Tode misshandelt

Unbekannte Tierquäler haben eine alte Katzendame in München im Hasenbergl schwer misshandelt. Kurz darauf starb sie. Die Besitzer der Katze suchen jetzt auf eigene Faust nach dem Tierhasser.

 

Familie Schleiff ist immer noch fassungslos und erschüttert. Ein unbekannter Tierquäler hat Anfang August ihre 17 Jahre alte Katze Leilei so schwer verletzt, dass sie nicht mehr laufen konnte, sondern sich nur noch vorwärts schleppt – das hintere Bein hing schwer verletzt weg. Die Schleiffs fahren sofort zu einem Tierarzt, der einem Oberschenkelhalbruch feststellt und die Mieze in einer Tierklinkik überweist.

 

Während der dortigen Behandlung wird das ganze Ausmaß der Tierquälerei erst sichtbar. Ein riesiges Hämatom am Bauch lässt die Befürchtung aufkommen, dass Leilei voller Wucht getreten wurde. Der Tierarzt bestätigt den Verdacht der Fremdeinwirkung.  Nach der OP scheint für ein paar Tage alles in Ordnung zu sein, doch dann verweigert die Katze ihr Futter und spuckt Blut. Offensichtlich war ein Darm- und Magenriss verantwortlich, die Schleiffs müssen ihre Leilei schweren Herzens einschläfern lassen.

 

Besonders heimtückisch an der Geschichte ist, dass die Katze aufgrund ihres Alters schon taub war, sie konnte ihren Angreifen nicht hören, hatte keine Chance vorher zu fliehen. Außerdem ging sie nicht mehr so oft aus dem Haus, der Tierquäler muss sie also in der unmittebaren Nachbarschaft angegriffen haben.

 

Die Schleiffs suchen nun auf eigene Faust nach dem Tierquäler. Sie haben nicht nur Anzeige erstattet, sondern auch in der Umgebung Zettel aufgehängt, mit denen sie nach Zeugen suchen. Für Hinweise, die zum Täter führen, lobt die Familie eine Belohnung von 500 Euro aus. Ein Foto des Aufrufs auf Facebook wurde mittlerweile mehr als 1300 Mal geteilt. In der Vergangenheit sind in der Umgebung immer wieder freilaufende Haustiere attakiert worden, Familie Schleiff hofft nun inständig darauf, dass nicht noch weitere Katzen das Opfer des Tierquälers werden.

 

 

Quelle: TZ/bn