© Bundespolizisten nehmen eine Flüchtlingsfamilie am Hauptbahnhof in Empfang

Keine Sonderzüge aus Salzburg mehr? Bundesinnenministerium dementiert

Das Bundesinnenministerium hat Berichte aus Österreich zurückgewiesen, wonach per Beschluss die deutschen Sonderzüge für Flüchtlinge aus Salzburg gestoppt wurden. Bislang gebe es keinen solchen Plan, sagte ein Sprecher des Ministerium in Berlin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

 

Derzeit liefen aber entsprechende Gespräche. Die Berliner Senatsverwaltung teilte mit, dass am Montagvormittag (11.00 Uhr) ein Sonderzug aus Salzburg mit 450 Menschen in der Hauptstadt erwartet werde.

 

Sonderzüge seit 17. September

 

Die Stadt Salzburg hatte mitgeteilt, dass ab Montag keine Sonderzüge mehr von dort nach Deutschland fahren sollen. Der Bürgermeister Heinz Schaden äußerte sich besorgt: «Rotes Kreuz und Caritas sprechen schon von einer sich ankündigenden humanitären und sanitären Katastrophe an der Grenze nach Freilassing», wurde Schaden in der Mitteilung zitiert. «Diese droht uns auch am Bahnhof, wenn weitere Züge aus Wien, Graz oder Villach kommen.»

 

Seit Wochen überqueren Tausende Flüchtlinge im Osten Bayerns die deutsche Grenze. Sie waren zuvor über die Balkanroute nach Österreich gekommen. Wegen der von Deutschland wieder eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich ist der reguläre Zugverkehr auf der Strecke Salzburg-München seit dem 17. September unterbrochen. Seitdem wurden Flüchtlinge in Sonderzügen nach Deutschland gebracht.

 

dpa/mk