Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr., © Symbolfoto

Kinderwagen angezündet: Brandstiftung in Hochhaus in Puchheim

In einem Mehrfamilienhaus in Puchheim sind am Wochenende mehrere Kinderwagen angezündet worden. Ernsthaft verletzt wurde niemand. Im April letzten Jahres gab es schonmal einen solchen Fall, die Ermittler prüfen nun, ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht.

 

Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Kennedystraße löste am Samstag einen Großeinsatz für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste aus. Ernsthaft verletzt wurde dank der zügig gelungenen Brandbekämpfung niemand, heißt es in einem Bericht der Polizei. Gegen 07:20 Uhr war über den Notruf ein Brand im Keller des Hauses gemeldet worden, der zu starker Rauchentwicklung führte. Ein Verlassen der mehr als 70 Bewohner des Anwesens über das Treppenhaus war daher nicht mehr möglich.

 

Die Feuerwehr brachte den Brand sehr schnell unter Kontrolle und belüftete das Gebäude. Bei einer anschließenden Untersuchung der Bewohner durch den Rettungsdienst wurden bei einigen Personen Atemwegsreizungen festgestellt, die allesamt ambulant behandelt werden konnten. Am Gebäude entstand nach erster Einschätzung ein Schaden von etwa 80.000 Euro.

 

Bei einer Brandbegehung durch die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck konnten im Keller des Treppenhauses mehrere Kinderwägen festgestellt werden, die offenbar vorsätzlich durch einen unbekannten Täter in Brand gesetzt worden waren. Ein Tatzusammenhang mit einem ähnlichen Vorfall vom April 2018 im selben Anwesen wird intensiv geprüft.