© Stickstofflagerung der Spenderproben

Kinderwunsch und Samenspende? Ein Besuch in der Münchner Samenbank

Der Lebenspartner ist unfruchtbar, was nun? Muss der Traum einer Familie ein Wunsch bleiben? Natürlich nicht, denn die Samenbank in München ermöglicht kinderlosen Paaren, dem Familienglück ein paar Schritte näherzukommen.

 

Für Paare, die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können, kann die Befruchtung durch eine Samenspende eine Lösung darstellen. Sie können sich in München unter anderem an die Samenbank wenden, die münchen.tv-Chefredakteur Jörg van Hooven exklusiv besucht hat. Die Geschäftsführerin und Dipl.-Psychologin Constanze Bleichrodt empfängt dort Paare für ein Erstgespräch und unterstützt diese auch psychologisch.

 

Das genaue Prozedere und ein ausführliches Interview mit Geschäftsführerin und Gründer sehen Sie hier:

 

Grüder der Samenbank ist Dr. med. Wolf Bleichrodt, er ist Spezialist auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin und hat in seinen 30 Jahren Berufserfahrung schon 2000 bis 3000 Kindern das Leben ermöglicht. Bleichrodt stellt derzeit vor allem fest, dass die Fertilität, bzw. Fruchtbarkeit der Männer in den vergangenen Jahren bis Jahrzehnten stark abgenommen hat.

 

Bei der Auswahl des Spenders dürfen die Paare zwar Wunschkriterien angeben, dennoch bleibt die Entscheidung, wer der Spender wird, bei den Mitarbeitern der Samenbank. Diese achten unter anderem darauf, dass Größe, Gesichtsform, Haarfarbe, Statur und Charakterzüge den Eigenschaften des Spenders ähneln. Mehr dazu auch im obigen Video.

 

Wer kann eigentlich Samen spenden?

 

Um Spender zu werden, muss das Sperma der Männer bestimmten Anforderungen gerecht werden. So muss es eine hohe Anzahl beweglicher und wohlgeformter Spermien enthalten, auch, weil der Prozess des Sperma-Einfrierens die Anzahl brauchbarer Spermien durchaus verringern kann. Als Samenspender sollte man sehr gesund sein, ein gesundes Leben führen und nicht an chronischen oder Erb-Krankheiten leiden. Ein gutes Erscheinungsbild, gepflegtes Äußeres, eine gute Ausbildung aber auch diverse Interessen und Auftreten können weitere Faktoren darstellen. Kommt ein Mann für eine Samenspende in Frage, kann er in der Regel zwischen 10 und 15 Proben abgeben. Die Proben werden dann in einem Stickstoffkanister bei -200 Grad Celsius gelagert.

 

Die Aufwandsentschädigungen für eine Samenspende können stark variieren. Wer sich dafür interessiert, sollte sich vorher genau über das Vorgehen und die möglichen Folgen informieren.

ad