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Klimaneutrales München bis 2050: Diese Veränderungen könnte die Energiewende für Einwohner mit sich bringen

Die Stadt München hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Das ist nur mit einer Energiewende und zahlreichen Maßnahmen möglich. Diese betreffen die Einwohnerinnen und Einwohner teils direkt. So spielen in Zukunft Themen wie ökologischer Strom, energetische Baumaßnahmen, Fahrradförderung und Bewusstseinsbildung eine wichtige Rolle in der Stadt.

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München hat ein Konzept zur Klimaneutralität 2050 entwickelt

 

München will Klimaneutralität bis 2050 erreichen

München möchte bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden. Grundlage dieses Ziels sind das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 und der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung. Das bedeutet, dass im Jahr 2050 nur noch höchstens 0,3 Tonnen CO2 pro Einwohner und Jahr erzeugt werden sollen. Als Zwischenziel wurden für das Jahr 2030 maximal 3 Tonnen CO2 pro Einwohner und Jahr ausgegeben.

Insgesamt sieben Sektoren hat die Stadt München in ihrem Maßnahmenpaket zusammengestellt. In jedem einzelnen dieser Sektoren sollen Maßnahmen ergriffen werden, um den CO2 Ausstoß zu reduzieren. Diese Sektoren sind die Dienstleistungen, die Energiewirtschaft, das Gewerbe, der Handel, die Industrie, private Haushalte sowie der Verkehr. Insgesamt wurden 113 Einzelmaßnahmen innerhalb dieser verschiedenen Bereiche beschlossen. Das Ziel ist es, 1,2 Millionen Tonnen CO2 jährlich einzusparen. Zu diesem Zweck werden 100 Millionen Euro in die verschiedenen Projekte investiert. Allerdings kann das Ziel Klimaneutralität nur funktionieren, wenn alle Münchnerinnen und Münchner aktiv daran mitarbeiten. Deswegen werden auch zahlreiche Maßnahmen ergriffen, die die Bürgerinnen und Bürger direkt betreffen.

 

Ökologischer Strom und ökologisches Gas

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In einem Solar- und Windpark wird ökologischer Strom gewonnen.

 

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ziel Klimaneutralität besteht darin, Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Vor allem ökologischer Strom und ökologisches Gas spielen hierbei eine Rolle. Den Menschen muss bewusst sein, woher ihr Strom und ihr Gas kommen und welche Auswirkungen deren Gewinnung auf die Umwelt hat. Das Ziel ist es, dass alle Münchnerinnen und Münchner sich für ökologische Alternativen entscheiden und somit einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Mittlerweile gibt es einige Ökostrom- und Ökogasanbieter für München. Interessierte können somit zwischen verschiedenen Anbietern wählen und schauen, welche Angebote sich für sie am besten eignen. Hierbei profitieren Nutzerinnen und Nutzer davon, dass der Wechsel sehr einfach ist und unkompliziert funktioniert. Es muss lediglich die eigene Postleitzahl angegeben werden und schon stehen alle relevanten Anbieter der eigenen Region übersichtlich zur Verfügung. Der Wechsel ist in wenigen Minuten abgeschlossen und sehr sicher. Versorgungsengpässe sind hierbei ausgeschlossen.

 

Energetische Maßnahmen an Wohngebäuden

Des Weiteren möchte die Stadt München dafür sorgen, dass die Gebäude der Stadt umweltfreundlich und modern sind. Zu diesem Zweck sollen energetische Maßnahmen an Wohngebäuden durchgeführt werden, damit unter anderem eine größtmögliche Energieeffizienz erreicht wird. Denn es bringt nichts, wenn die Bürgerinnen und Bürger auf Ökostrom beziehungsweise Ökogas umsteigen und die saubere Energie aufgrund mangelhafter energetischer Maßnahmen doch wieder verloren geht. Deswegen werden in den kommenden Jahren zahlreiche bauliche Veränderungen an vielen Gebäuden vorgenommen werden.

München selbst möchte mit gutem Beispiel vorangehen. Deswegen werden zum Beispiel Maßnahmen ergriffen, um eine Energieeffizienz der Straßenbeleuchtung und der stadteigenen Gebäude zu erreichen. Die Stadt erhofft sich durch diese Vorbildfunktion eine Art Signalwirkung, die auch auf private Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer ausstrahlt und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit klimafreundlicher Maßnahmen schafft.

 

Fahrradförderung im Stadtgebiet

Ein weiteres Klimaziel der Stadt München ist die Fahrradförderung. Hierbei geht es darum, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger auf umweltfreundliche Fortbewegungsmittel wie den ÖPNV oder das Fahrrad umsteigen. Hierdurch ist es möglich, die Abgasbelastung und die Menge an Feinstaub im Stadtgebiet drastisch zu reduzieren. Dabei ist es allerdings notwendig, neue Fahrradwege zu bauen und die Zuverlässigkeit der öffentlichen Verkehrsmittel weiter zu verbessern.

Diese Maßnahmen sind nicht nur ein Baustein im Bereich der Klimaneutralität. Sie bringen auch viele weitere Vorteile für München. So würde ein verstärktes Fahrradaufkommen zu einer Entlastung der Straßen in München führen. Das Aufkommen von Staus und Verkehrsstockungen würde hierdurch reduziert. Außerdem sind diese Maßnahmen dazu geeignet, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Eine verminderte Belastung durch Feinstaub sorgt auch für eine geringere Belastung des Immunsystems und insbesondere der Lungen. Münchnerinnen und Münchner müssen sich daher darauf einstellen, dass umweltfreundlichen Fortbewegungsmitteln in den kommenden Jahren verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet wird.

 

Bewusstseinsbildung für Kinder und Jugendliche

Die größten Anstrengungen der Stadtverwaltung bringen nichts, wenn die Bürgerinnen und Bürger nicht ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Deswegen ist es wichtig, Informationskampagnen zu starten und die Einwohner bestmöglich aufzuklären. Nur mit einem fundierten Wissen zum Klimaschutz können sinnvolle von sinnlosen Maßnahmen unterschieden und die passenden Konzepte ausgewählt werden. Das ist die wichtigste Voraussetzung, um die vorhandenen Ressourcen bestmöglich zu kanalisieren und dafür zu sorgen, dass nur solche Schritte unternommen werden, die tatsächlich dazu geeignet sind, das Ziel Klimaneutralität 2050 zu erreichen.

Beim Thema Bewusstseinsförderung setzt die Stadt bereits bei den Jüngsten an. So soll es verschiedene Kurse und Angebote geben, in denen Kinder und Jugendliche etwas über den Klimaschutz und die Auswirkungen unserer Lebensweise auf die Umwelt lernen. Sie erfahren, welche Alternativen es zu aktuellen Kommunikations- und Fortbewegungsstrategien gibt und mit welchen einfachen Handlungsänderungen sie einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Nur wenn alle Bürgerinnen und Bürger ein Bewusstsein dafür haben, dass sie etwas für den Klimaschutz tun können und müssen, wird das Ziel Klimaneutralität 2050 zu erreichen sein.