Knochenfund in Jakobsbaiern: Sturm legt Gebeine frei

Unter einem umgestürzten Baum kommen menschliche Knochen zum Vorschein. Die Polizei wird in diesem Fall nicht ermitteln. Warum nicht, das erfahren Sie hier.

 

Es klingt beinahe wie aus einer Gruselgeschichte: Der Sturm wütet, es knackt in den Grundfesten der uralten Linde in Jakobsbaiern, dann gibt der gewaltige Baum nach und kippt auf das Dach der danebengelegenen Schreinerei. Unter den Wurzeln der Linde kommen nicht nur Erdreich und Steine zum Vorschein. Ein Schädel, Oberschenkelhals, menschliche Gebeine.

 

Oder ist diese Geschichte etwa ein Kriminalroman? Ein altes Verbrechen, endlich zum Vorschein gekommen? So ist es in diesem Falle nicht. Die Knochen, die hier liegen, wurden in allen Ehren und mit viel Liebe und Sorgfalt zur Ruhe gelegt. Es wurde nur vergessen.

 

Wie der Münchner Merkur berichtet, befand sich an der besagten Stelle in früheren Zeiten ein Friedhof. Noch immer steht der Turm der alten Kirche, die Gemeinde veranstaltet auf dem Gelände gelegentlich Feldgottesdienste. Bereits 1908 wurde die alte Kirche abgerissen und eine neue wurde errichtet. Der kleine Friedhof, der traditionell um die alte Kirche herum angelegt war, wurde schließlich auch verlegt – die Grabsteine waren locker und wurden an anderer Stelle wieder aufgestellt. Die Gebeine aber blieben in der Erde.

 

Eben diese Gebeine, die so viele Jahre vergessen in der Erde lagen, sind jetzt zum Vorschein gekommen. Schockiert ist darüber eigentlich niemand. Die Baumwurzeln werden bald wieder über die Knochen gelegt, und haben dann endlich wieder ihre Ruhe.

 

 

jn