Kocherlball im Englischen Garten, hier tanzt München, © Aussicht auf den Kocherlball - in der Mitte der Chinesische Turm

Kocherlball, Tunnelparty und Co. – so feierwütig war das letzte Wochenende

Ob die Tunnelparty im Luise-Kisselbach-Tunnel, der Kocherlball oder ein US-Rapper, der sein eigenes Konzert verpasst.In München ging so einiges am Wochenende. Wir waren mit dabei und haben eine Bildergalerie für Sie zusammengestellt.

Der Kocherlball 2015

 

Auch in diesem Jahr wurde beim traditionellen Kocherlball am Chinesischen Turm wieder ausgelassen gefeiert. Zwischen 6 und 10 Uhr in der Früh hieß es am Sonntag „Tanzen, Tanzen, Tanzen.“ Bereits zum 27. Mal standen bei dem Mittanzvergnügen Walzer, Polka, Münchner Française und mehr auf dem Programm. Tausende Leute schwingten hier am Wochenende das Tanzbein. Mittlerweile ist es die bestbesuchte Volksveranstaltung in München.

 

Ursprünglich trafen sich im 19. Jahrhundert, bis zu 8000 Bedienstete in der Früh, da sie untertags zu wenig Freizeit hatten, um noch vor der Arbeit zu tanzen und zu feiern. Die Tradition ist bis heute erhalten geblieben – zum Glück. Ob Paartanz oder der alljährliche Höhepunkt der Veranstaltungen, der Gruppentanz, jeder kam hier auf seine Kosten.

Tunnel-Party am Luise-Kiesselbach-Tunnel:

 

Bald rollen hier nach insgesamt acht Jahren Bauzeit endlich auch Autos durch den Tunnel, doch an diesem Wochenende war er noch gesperrt, der Luise-Kiesselbach-Tunnel. Etwa 10.000 Leute haben am Wochenende unter dem Luise-Kiesselbach-Platz ihrer Feierlaune freien Lauf gelassen. Der frisch gebaute Luise-Kiesselbach-Tunnel wurde an diesem Wochenende zu einer großen Party-Location umfunktioniert. Auf einem über 380 Meter langen Tunnelabschnitt konnte man in zwei verschiedenen Areas tanzen. Mit Freunden oder Mitfeiernden, wurde der Tunnel zu einer wirklich außergewöhnlichen Location.

 

Der Event-Manager Alex Wolfrum, der bereits Partys in anderen Tunneln veranstaltete, bot auch hier ein Event der Extraklasse. Mit Bars, Lounges und Liegestühlen konnte es jeder Partygänger genießen. Zwischen Radaranlage und Geschwindigkeitsbegrenzungen konnte man dort feiern gehen, wo man bald jeden Tag vorbeifährt.
Ab Montag, den 27. Juli, kommen dann auch endlich die Autofahrer in den Genuss, den Tunnel zu befahren. Bis die Anwohner aber endlich vollkommen ihre Ruhe haben, kann es noch ein wenig dauern, denn die Arbeiten über dem Tunnel gehen dann erst richtig los.

 

 

Hofbräu Dult

 

Pferde ganz in blau, Hofbräu geschmückt, © Die Pferde vom Hofbräu

 

Auch dieses Jahr lud das Hofbräu München wieder auf das Brauereigelände ein. Bereits zum 11. Mal fand das Familienfest statt. Zur Besichtigung offen ist unter anderem ein 100 Meter langer Hopfengarten. Vormittags startet das Programm mit Volksmusik, Kindern standen viele weitere kleine Attraktionen zur Verfügung. Eine Trachtenmodenschau war ebenfalls auf der Bühne zu sehen. Gute, bayrische, kulinarische Schmankerl begeisterten die Besucher.

Aber der Hauptbesuchsgrund war wohl der Brauerei-Rundgang. Bei dem Rundgang konnten die Besucher wissenswertes über das Bierbrauen erfahren. Der Hofbräu-Braumeister beantwortet mit Freude alle Fragen der wissbegierigen. Es konnten unter anderem auch vielfältige Bierspezialitäten verkostet werden.

 

Rapper Snoop Dogg hat keine Lust auf München

 

Da der US-Rapper Snoop Dogg scheinbar doch keine Lust auf das Zenith in München hatte, ließ er die Fans sitzen und feierte lieber in Untermeitingen. Für Freitag gegen 21 Uhr war er angekündigt, doch er kam und kam nicht. Die Besucher, die eine Menge Geld dafür gezahlt hatten, den Rapper zu sehen, wurden ungeduldig und die ersten Gegenstände flogen in Richtung Bühne. Als dann um Mitternacht verkündet wurde, dass der US-Rapper, der für seinen offenen Umgang mit Marihuanakonsum bekannt ist, gar nicht mehr erscheinen wird, eskalierte die Situation. Besucher stürmten die Bühne und randalierten.

 

Doch der US-Star aus Los Angeles stand schon die ganze Zeit auf einer anderen Bühne. In der Nähe von Augsburg feiert der Rapper ausgelassen und ließ München warten. Doch was war passiert? Der Star wurde doppelt gebucht und da er und sein Management mit dem Zenith-Veranstalter nicht zufrieden waren, ließen sie den Auftritt in München ausfallen. Verschiedene Punkte des Vertrages seien verletzt worden. Doch der Veranstalter des Zenith, Marco Sansone, sieht das Ganze natürlich anders, er hat Strafanzeige gegen den Künstler gestellt.

 

 

 

Die Bildergalerie zeigt Ihnen nochmal hautnah einige Partys vom Wochenende:

 

 

 

jh