mord haus in königsdorf absperrband mit blauem auto vor dem haus und hohen hecken, © Doppelmord in Königsdorf

Königsdorf: Münchner Profi-Profiler hilft bei Ermittlungen

Königsdorf: Im Fall des Doppelmordes von Höfen bei Königsdorf hat die Kripo offensichtlich noch keine heiße Spur. Auch der Profiler aus München, Alex Horn, hilft bei der Aufklärung des grausamen Verbrechens.

 

 

 

Noch gibt es im Fall des Doppelmordes in Höfen (bei Königsdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) keine konkreten Hinweise auf die oder den Täter.

 

In einem Einfamilienhaus waren dort am Samstagabend die Leichen einer Frau (76) und eines Mannes (81) entdeckt worden. Die ebenfalls 76 Jahre alte Hauseigentümerin liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft geht von zweifachem Mord und Mordversuch aus.

 

Für die über 50-köpfige Sonderkommission „Höfen“ ist die Vernehmung der Überlebenden «Dreh- und Angelpunkt», wie Polizeisprecher Jürgen Thalmeier erläuterte. Allerdings kann es noch Tage dauern, bis die Befragung der Frau möglich ist. Neben schweren körperlichen Verletzungen dürfte die 76-Jährige auch psychisch schwer angeschlagen sein. Sie lag möglicherweise bis zu drei Tage gefesselt in ihrem Haus.

 

Die Ermittler haben die Tatzeit zwischen vergangenen Mittwochabend und der Nacht zum Samstag eingegrenzt. Die Polizei wollte sich nicht dazu äußern, ob die beiden ermordeten Bekannten der Bewohnerin einen längeren Todeskampf ausstehen mussten. Bei der Obduktion wurden Schläge gegen ihre Körper mit einem stumpfen Gegenstand festgestellt. Offen ist nach wie vor, ob die Einbrecher Wertgegenstände raubten. „Es ist zu sehen, dass etwas gesucht wurde“, so Thalmeier.

 

Profiler verstärkt Ermittler-Team

 

Unterdessen haben sich die Ermittler auch den Profiler Alex Horn ins Boot geholt, der bei der Aufklärung des Falles mithelfen soll. Mehr Infos zu ihm und seiner Arbeit in folgendem Video:

 

 

Trickbetrug in Zusammenhang mit dem Gewaltverbrechen

 

Während die Soko „Höfen“ mit Hochdruck an der Aufklärung des Gewaltverbrechens arbeitet, versuchen skrupellose Betrüger unterdessen die Situation für sich auszunutzen. Im konkreten Fall hatte sich der Täter am Montagabend, 27.02.17, bei einem Anruf unter Vorspiegelung einer falschen Rufnummer als Mitglied der Sonderkommission ausgegeben, heißt es heute in einem Bericht des Polizeipräsidiums Oberbayern. Offensichtlich wollte er durch dieses hemmungslose Vorgehen eine Rentnerin aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen um ihr Erspartes erleichtern. Der Mann versuchte mit falschen Details aus den Ermittlungen, die jeglicher Grundlage entbehren, einen Bezug zur Frau herzustellen, um dadurch an ihre Kontodaten zu gelangen. Diese reagierte richtig und verständigte die Polizei.

 

  • Vorsicht! Fallen Sie nicht auf diese Machenschaften herein. Es ist nicht üblich, dass die Polizei im Allgemeinen und eine Sonderkommission der Kriminalpolizei im Besonderen derartige Anrufe tätigen. Niemals werden Polizeibeamte am Telefon Ihre Bankdaten abfragen.

 

  • Melden Sie sich bei derartigen Anrufen sofort bei der „richtigen“ Polizei und benutzen Sie dabei ruhig den Notruf 110.

 

 

dpa/pm