U-Bahn am Marienplatz, © Symbolfoto

Körperverletzungen in 3 Fällen in Münchner U-Bahnhöfen

Bereits am Mittwoch gegen 22.00 Uhr, wurde ein 21-jähriger Iraner am U-Bahnhof Marienplatz auf einer Bank sitzend von einem 19-jährigen Afghanen angepöbelt, er solle Platz machen. Da der Perser nicht reagierte, versetzte der Heranwachsende ihm einen Kopfstoß. Der 21-Jährige wurde dadurch leicht verletzt und verständigte telefonisch die Polizei. Der Täter stieg mittlerweile in die U 3 in Richtung Fürstenried West.
Kurz daarauf  griff er wiederum grundlos an der Haltestelle Poccistraße einen Passanten tätlich an. Ein 19-Jähriger wollte helfen und wurde dann zur Zielscheibe des Afghanen. Ein weiterer Mann wollte schlichtend eingreifen. Im gleichen Moment fuhr die U-Bahn in die Haltestelle Implerstraße ein. Hier warteten schon drei Begleiter des 19-jährigen Afghanen. Nachdem sich die Türen geöffnet hatte, unterstützten sie sofort ihren Freund und alle vier schlugen nun auf den 25-Jährigen ein. Anschließend flüchteten sie in Richtung Oberfläche.

Der 25-jährige Münchner wurde zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht.

Im Rahmen der Sofortfahndung konnte der 19-jährige Afghane nähe der U-Bahnstation Implerstraße durch Beamte der Polizeiinspektion 15 (Sendling) angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest ergab einen Wert von 0,92 mg/l. Bemerkenswert ist hierbei, dass gegen ihn erst am 29.11.2013 eine richterliche Weisung erlassen wurde, wobei ihm jegliche Alkoholaufnahme untersagt wird. Nicht zuletzt aufgrund dieser Alkoholisierung und der weiterhin hohen Aggressivität wurde er nach den erfolgten polizeilichen Maßnahmen in Gewahrsam genommen.

Am Donnerstag sollte er wieder aus dem Gewahrsam entlassen werden. Als ihm seine persönlichen Gegenstände übergeben wurden, warf er diese gegen ein Fenster im Wachraum. Gleichzeitig beleidigte er die diensthabenden Polizisten und wollte fluchtartig den Wachraum verlassen. In diesem Moment kam eine Streifenbesatzung in den Wachraum, auf die der 19-jährige Afghane aggressiv losging. Bevor er die Polizeibeamten angreifen konnte, wurde er fixiert, woraufhin er Widerstand leistete.

Nun erfolgte die erneute Festnahme und er wurde der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt.
Er gab an, sich an keine Tatausführung mehr erinnern zu können, gleichzeitig bestritt er die Anwesenheit an den U-Bahnhöfen. Anhand von Videoaufnahmen konnte dies widerlegt werden. Er wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher Haftbefehl erließ. Hinsichtlich der Mittäter und evtl. weiterer Strafverfahren bedarf es weiterer Ermittlungen durch die sachbearbeitende Dienststelle.

rr/Polizeipräsidium München