Mann mit Pistole in Hand, © Symbolfoto

Kopfschuss bei Festnahme in Burghausen: Verfahren gegen Polizisten

Drei Tage nachdem ein Polizist einen 33 Jahre alten mutmaßlichen Drogendealer erschossen hat, bleiben noch immer offene Fragen.

 

++Update: Die Ermittlungen wurden eingestellt. Mehr dazu hier.++

 

Wie berichtet hatte am vergangenen Freitag ein Polizist in Burghausen einen mutmaßlichen Drogendealer bei seiner Festnahme erschossen. Er wollte den Flüchtenden nach einem Warnschuss an den Beinen treffen. Mit seinem Schuss traf er ihn allerdings am Hinterkopf und verletzte ihn so schwer, dass er noch am Einsatzort verstarb. Der Mann stand im Verdacht mit Drogen gehandelt zu haben. Es sei schon länger nach ihm fahndet worden und er sollte im Hinterhof eines Anwesens in Burghausen verhaftet werden.

 

„Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat gegen den Polizeibeamten ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Weitere Auskünfte können zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt werden“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Bayerischen Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Traunstein.

 

Gründe für Schusswaffengebrauch völlig unklar

Warum der Beamte von seiner Schusswaffe gebrauch machte ist bisher vollkommen unklar. Es gibt derzeit weder Hinweise darauf, dass der Täter bewaffnet war, noch, dass er die Polizisten angegriffen habe. Darauf deutet auch die Schussverletzung am Hinterkopf hin.

 

Demonstration gegen Vorgehen der Polizei

Rund 50 Personen versammelten sich am Samstag vor der Polizeiinspektion in Burghausen, um gegen das Vorgehen der Polizei zu demonstrieren. Sie fordern Aufklärung und dass die Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs überprüft werde.

Auch ein Sprecher des Polizeipräsidums Oberbayern Süd schloss schloss sich dem an. „Man sei sehr an einer Aufklärung interessiert.“