Polizei, © Symbolfoto

Kran-Unglück: Arbeiter durch Stahlmatten getötet

Bereits am Montagmittag ereignete sich auf einer Baustelle in der Siglstraße in Laim ein schwerer Betriebsunfall. Dabei kam ein 50-jähriger Bauarbeiter ums Leben.

 
An der Siglstraße in Laim wird derzeit eine größere Wohnanlafe mit fast 100 Wohnungen errichtet. Ein 50-jähriger Bauarbeiter war dort am Montagmittag im 1. Stock mit Arbeiten an einer Verschalung für spätere Betonarbeiten beschäftigt und wollte vermutlich zu einer in der Nähe stehenden Kreissäge gehen. Zur gleichen Zeit hatte ein 57-jähriger Kranführer einen Packen von 20 Stahlmatten mit einem Gesamtgewicht von rund 1,4 Tonnen von unten nach oben gehoben, wo sie im 1. Stock auf der Decke abgesetzt werden sollten.

 

Zwei andere Arbeiter standen zur Entgegennahme der Stahlmatten bereit. Darunter war auch der 50-jährige Bauarbeiter, der vermutlich nicht sag, dass er sich in dem Gefahrenbereich der schwebenden Last begab. Der Kranführer sah dies von seinem Arbeitsplatz im Turmdrehkran und stoppte den Absetzvorgang. Hierbei riss offensichtlich zunächst eines der beiden Hebebänder, das Zweite konnte die schwere Last nun nicht mehr halten und riss ebenfalls.

 

Der Arbeiter wurde von den aus einer Höhe von ca. 3 Metern herabfallenden Stahlmatten getroffen und erlitt massive Verletzungen im Bereich des Oberkörpers. Er war noch kurzfristig ansprechbar und kam mit dem Notarzt unter laufender Reanimation in ein Krankenhaus. Hier erlag er kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern aktuell noch an.