Kuh macht München unsicher und wird erschossen

Heute Morgen ist eine Kuh ausgebüxt und durch München geirrt. Sie hatte eine Joggerin verletzt, einen Streifenwagen beschädigt und „musste“ von der Polizei erschossen werden.

 

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Direkt unter der Bavaria an der Theresienwiese in München ist heute Morgen eine entlaufene Kuh erschossen worden. Laut ersten Informationen der Polizei war das Tier aus dem Schlachthof ausgebrochen und durch mehrere vielbefahrene Straßen in der Landeshauptstadt gestreift. Unter anderem habe die Kuh die Lindwurmstraße passiert und kam letzten Endes an der Theresienwiese an, wo sie von der Polizei erschossen wurde. Auch der Besitzer sei dabei gewesen.

 

Das Tier ließ sich scheinbar einfach nicht einfangen und hatte unterwegs bereits Schaden angerichtet. Es kam zur Kollision mit einer Joggerin, die derzeit vorsichtshalber im Krankenhaus untersucht wird. Möglicherweise hat sie neben leichten Prellungen noch weitere Verletzungen. Außerdem wurde bei dem Einsatz ein Streifenwagen der Polizei beschädigt.

 

 

Nachtrag – Offizieller Polizeibericht:

 

Am Dienstag, 02.09.2014, gegen 06.50 Uhr, lieferte ein 49- Jähriger mit seinem Lkw Kühe im Münchner Schlachthof an. Beim Verladen der Tiere vergaß er ein Vorgatter zu schließen. Durch dieses gelang es einer Kuh zu entfliehen. Nachdem Einfangversuche scheiterten, rannte die Kuh aus dem Schlachthofareal auf die Zenettistraße. Von dort aus flüchtete sie in Richtung Tumblingerstraße, Ruppertstraße, Poccistraße und den Bavariaring westlich
weiter.

 

Nachdem sie den Bavariaring in westlicher Richtung einmal umrundete, traf das wildgewordene Tier auf eine Gruppe von Joggern, die den Bavariaring auf dem Gehweg entlangliefen. Um sich freie Bahn zu verschaffen, lief die Kuh mit den Hörnern voran auf eine 28-Joggerin zu und rammte die Hörner in ihren Rücken. Sie stürzte durch die schwere Attacke zu Boden und das Tier lief weiter auf den Bavariaring.

 

Nachdem die Kuh von einer Polizeistreife an der Matthias-Pschorr-Straße abgetrieben werden konnte, versuchte sie nochmals einen Fußgänger mit ihren Hörnern anzugreifen. Dies konnte von einer Polizeistreife verhindert werden, indem sie sich mit ihrem Streifenwagen zwischen dem Fußgänger und der Kuh stellten. Sie lief nun gegen das Polizeifahrzeug, wodurch leichter Sachschaden entstand.

 

Nachdem das aggressive Tier nicht beruhigt werden konnte und die Gefahr bestand, dass sie weiter Menschen gefährdet, mussten die anwesenden Polizeibeamten von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen. Zunächst wurde versucht, das Tier mit den Dienstwaffen zu stoppen und da dies nicht gelang wurde es mit einem Gewehr mit zwei Schüssen erlegt.

 

Die Joggerin erlitt durch die Hörner der Kuh schwere Verletzungen am Rücken (offene Wunden) und durch den Sturz Prellungen und Abschürfungen. Sie musste zur stationären Behandlung in ein Klinikum gebracht werden. Am Polizeifahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 1.000 Euro.

 

Foto: Symbolbild