Bundespolizei: posieren im Gleis, © Bundespolizei: posieren im Gleis

Lebensgefährlich: Selfies im Gleis

Kurz vor Ferienbeginn mahnt die Bundespolizei: Bahnanlagen sind kein Spielplatz und Gleise kein Ort für Selfies! Viel zu häufig müssen die Streifen zu tödlichen Unfällen ausrücken, deswegen nun der Appell. Allein bis Ende Juli verzeichnete die Münchner Bundespolizei 37 Fälle, in denen sich Personen unbefugt in der Nähe von Gleisen aufhielten.

 

Die Münchner Bundespolizei appelliert vor Ferienbeginn besonders an die Eltern: Bahnverkehr und -anlagen bergen oftmals ungeahnte Gefahren! „Ich kenne den Fahrplan.“ – „Hier kommt doch nur einmal am Tag eine Rangierlok vorbei.“ – “ Ihr höre doch, wenn der Zug kommt.“ Ausreden, die bei Bundespolizisten oft hören. Deswegen ihre Botschaft: „Bahnanlagen sind keine Spielplätze und Gleise kein Fotomotiv!“

 

 

Achtung: Lebensgefahr!

 

Klettern auf abgestellte Waggons oder stromführende Masten ist lebensgefährlich. Eine Oberleitung führt 15.000 Volt. Auch ohne direkten Kontakt kann es zu lebensgefährlichen Spannungsüberschlägen kommen. Es gibt wechselseitigen Bahnverkehr: Züge können von ALLEN Richtungen, auch anders als gewohnt, kommen. Moderne Züge sind leise – wenn man sie hört, sind sie schon da! Deshalb die weiße Linie am Bahnsteig beachten! Ein Zug, der sich mit 160 Km/h nähert, benötigt nur 2,27 Sekunden für 100 Meter. Sein Bremsweg beträgt oft mehrere hundert Meter. Vorbeifahrende Züge entwickeln einen nicht zu unterschätzenden Sog – Abstand halten!

 

Bundespolizei: posieren im Gleis, © Bundespolizei: posieren im Gleis

 

Der „Selfie-Trend“ im Gleis

 

Einen anderen besorgniserregenden Trend stellt die Bundespolizei immer wieder fest: Fotos und Selfies im Gleis! Besonders Teenager zwischen 13 und 16 Jahren schießen Fotos für soziale Netzwerke im Gleis: „Gerade beste Freundinnen wollen ihre innige Freundschaft in einem sentimentalen Foto festhalten – Bahngleise sind dafür aber der absolut falsche Ort! Eltern sollten im Blick haben, wo ihre Kinder Fotos machen“, sagt die Präventionsbeauftragte der Bundespolizeiinspektion München Andrea Seefelder dazu.