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Lebenshaltungskosten in München – ist die bayerische Landeshauptstadt wirklich so teuer?

Die teuerste Stadt Deutschlands – wer zu diesem Thema die Medien zu Rate zieht, wird fast immer einen Namen hören: München. Doch stimmt dies tatsächlich?

 
Die bayerische Landeshauptstadt gilt als ein ausgesprochen teures Pflaster. Geht es in Medien um kaum bezahlbaren Wohnraum, gehört München fast immer zu den Spitzenreitern. Ist diese Sichtweise vom Luxus-Lifestyle der Münchener Schickeria in der Praxis tatsächlich gerechtfertigt oder handelt es sich um ein vollkommen überzeichnetes Bild? Wer undifferenziert auf München blickt und sich allein auf Schwabing oder die Altstadt fokussiert, gewinnt diesen Eindruck. München ist aber weit mehr als Neues Rathaus, Englischer Garten und Oktoberfest.

 

München gehört zu den Spitzenreitern, wenn es um Mieten geht oder die Immobilienpreise. Wer die Lebenshaltung bewerten will, darf sich aber nicht ausschließlich auf diesen Bereich fokussieren. In die Lebenshaltungskosten muss einfließen, was die zweite Miete kostet – sprich Nebenkosten wie Heizenergie und Strom. Parallel geht es aber auch um den ganz alltäglichen Bedarf, wie die Butter aufs Brot oder wie teuer Bekleidung ist. Und natürlich darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden, was Mobilität in München kostet. Einfach pauschal Zahlen in den Raum zu stellen bleibt – auch wenn diese noch so genau sind – nur die halbe Wahrheit. Wie viel Münchener verdienen, darf an diesem Punkt ebenfalls nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden.

 

Wohnen in München: Bei den Mieten Spitzenreiter

München ist bei den Mieten im Bundesvergleich einer der Spitzenreiter. Um dies zu erkennen, genügt der Blick auf den F+B-Mietspiegelindex 2017. Für den Untersuchungszeitraum lag die durchschnittliche Miete für einen Haushalt bei 10,22 Euro (kalt, netto). Zum Vergleich: Als gewöhnliche Referenz-Kaltmiete geht der Index von 6,72 Euro pro Quadratmeter aus. Damit liegt die bayerische Landeshauptstadt sehr klar über dem Durchschnitt.

 

Aber: Insgesamt betrachtet ist München beim Anteil, den Haushalte für Wohnen aufwenden, überraschend nicht Spitzenreiter. Eine Auswertung des Portals finanzen.net kommt (unter Berufung auf ein Immobilienportal) zum Ergebnis, dass rund 27 Prozent der Haushaltseinkommen in Wohnkosten fließen. Und damit liegt München hinter Freiburg im Breisgau. Bleibt natürlich die Frage, ob was für dieses überraschende Abschneiden verantwortlich ist.

 

Wohnungskosten: Unterschiede zwischen den Stadtbezirken

Auch in München gliedert sich das Stadtgebiet in mehrere Stadtbezirke. Und wie überall gibt es auch in München einige besonders gefragte Lagen und Bezirke, in denen Wohnraum nicht ganz so viel kostet. Besonders hervor getan haben sich in den letzten Jahren bei den Mieten und Kaufpreisen für Wohnraum unter anderem die folgenden Viertel:

  • Schwabing
  • Altsatdt
  • Lehel
  • Maxvorstadt

Kaufpreise für Immobilien, die im fünfstelligen Bereich liegen, sind hier durchaus anzutreffen. So reicht beispielsweise die Preisspanne in der Münchener Altstadt bis etwa 15.000 Euro je Quadratmeter, in Lehel können es auch schon mal 12.000 Euro bis 13.000 Euro sein. Eine Zweiraumwohnung mit 50 Quadratmetern kostet damit in den angesagten Stadtbezirken Münchens so viel wie andernorts ein komplettes Einfamilienhaus.

 

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Auf der Hand liegt angesichts solcher Preiskategorien, dass Münchener für Miete ebenfalls mehr ausgeben müssen. Mieten von 12 Euro oder 13 Euro je Quadratmeter sind hier durchaus keine absolute Ausnahme. Klar, es geht auch günstiger. Allerdings zeigt der Mietspiegel München, dass die „offiziellen“ Vergleichsmieten bereits hoch angesiedelt sind. Beispiel: Für eine 55 Quadratmeter große Wohnung, welche zwischen 2014 und 2015 gebaut wurde, werden dem Mietspiegel nach, knapp zwölf Euro als Grundpreis festgesetzt. Liegt die Wohnung in zentral guter Lage, erhöht sich die Miete auf mehr als 13,60 Euro je Quadratmeter.

 

Je nach Ausstattung lässt der Mietspiegel noch einige weitere Zuschläge (oder Abschläge) zu. Im Vergleich mit anderen Städten ist die Differenz zwischen einzelnen Stadtteilen in München nicht so groß, was auf der einen Seite für die Lebensqualität und die Bedeutung der Stadt spricht. Auf der anderen Seite macht es die Suche nach Wohnraum für einkommensschwächere Haushalte deutlich schwieriger. Ganz unmöglich ist es allerdings nicht. Die Stadt versucht mit Hochdruck neuen Wohnraum zu schaffen, um die Situation langfristig zu entspannen.

 

Sparen bei der Miete – wie kann es funktionieren?

An der Preisschraube bei der Miete lässt sich eigentlich nur an einem Punkt drehen: Günstige Wohnungen suchen. Generell sind Sparmöglichkeiten hier Grenzen durch den Münchener Immobilienmarkt gesetzt. Angesichts der Nachfrage werden Vermieter kaum mit sich verhandeln lassen.

 

Ein möglicher Anlaufpunkt sind Genossenschaften. In München ist eine treibende Kraft in diesem Zusammengang die Vereinigung Münchener Wohnungsunternehmen – kurz VMW – zu der allein 20 Genossenschaften gehören. Die VMW hat zum Ziel, Wohnraum günstig anzubieten. Aktuell liegt das Durchschnittsniveau in den VMW Wohnungen bei etwas mehr als 7 Euro pro Quadratmeter, was immer noch deutlich unter dem Mietpreisniveau liegt, welches viele andere private Vermieter oder Immobilieninvestoren verlangen.

 

Für Mietinteressenten bedeutet die Situation in München, dass eine intensive Suche im Regelfall Grundvoraussetzung ist. Parallel sollte auch die Bereitschaft da sein, zur Not in einen der günstigen Münchener Bezirke oder Vororte umzuziehen.

 

Energiekosten in München: Mit dem richtigen Anbieter sparen

Beim Thema Strom und Heizenergie müssen Haushalte bereits seit Jahren immer tiefer in die Tasche greifen. Besonders die Strompreise haben sich in den letzten stark nach oben entwickelt. Aber auch Erdgas oder Heizöl haben immer wieder für Ärger gesorgt – wenn am Jahresende eine üppige Nachforderung des Versorgers im Briefkasten lag. Besonders wenig Gestaltungsspielraum im Zusammenhang mit Heizenergie haben Mieter. Im Regelfall legt der Vermieter fest, auf welche Art die benötigte Energie zur Verfügung gestellt wird. Aber: Mieter können einen Wechsel anregen. Nach den Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuches ist der Vermieter aufgefordert, die Betriebskosten niedrig zu halten (Wirtschaftlichkeitsgebot).

 

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Eigentümer genießen hier deutlich mehr Freiheiten. In Bezug auf die Versorgung steht München nicht schlechter da als andere Städte. Hintergrund: Verbraucher können sich frei zwischen verschiedenen regionalen und überregionalen Anbietern entscheiden. Die Bindung an den Grundversorger ist schon seit geraumer Zeit kein Thema mehr. Damit haben Münchener die Wahlfreiheit, woher sie Strom oder Heizenergie beziehen. Auf die Lebenshaltungskosten hat dies natürlich spürbare Auswirkungen. Wer sich als Haushalt Zeit für die Wahl seines Energieversorgers nimmt, kann unter Umständen mehrere hundert Euro im Jahr einsparen.

 

Regionale Versorger: München ist gut aufgestellt

Mit den Stadtwerken München beziehungsweise der Bayerischen Energieversorgungsgesellschaft ist München im Hinblick auf eine Versorgung im regionalen Kontext gut aufgestellt. Die Unternehmen bieten Haushalten unter anderem Ökostrom-Tarife an. Verbraucher können sich aber auch für andere Versorger entscheiden. An der Auswahl scheitert es also weniger. Dass Verbraucher in München beim Strom immer noch tiefer in die Tasche greifen, hat in Teilen mit Bequemlichkeit zu tun. Es wird die Mühe gescheut, zu einem Vergleichsrechner zu greifen. Dabei ist der eigentliche Anbieterwechsel heute eine Sache weniger Minuten.

 

Was ist bei der Anbieterwahl beim Strom zu beachten?

Ein Anbieterwechsel bietet die Chance auf hohe Einsparungen. Das Potenzial kann – je nach Tarif des alten Versorgers – bei einigen hundert Euro pro Jahr liegen. Damit es nach dem Wechsel nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt, sollten einige Punkte im Auge behalten werden:
 

  • Rabatte zum Jahresende: Viele Versorger arbeiten mit Rabatten auf die Stromrechnung. Diese werden meist aber erst zum Jahresende mit Endabrechnung verrechnet. Verbraucher müssen Geduld haben.
  • Strompreis ohne Rabatt anschauen: Der Rabatt ist ein lukrativer Bonus. Um ein realistisches Bild vom Tarif zu bekommen, muss der Blick auf den Arbeitspreis ohne Rabatt gehen. Nur so lassen sich die wirklich günstigen Tarife erkennen.
  • Pakettarife kritisch sehen: Versorger bieten beim Strom und Gas oft Pakettarife an. Im Gegenzug für die feste Abnahmemenge gibt es einen kräftigen Rabatt. Allerdings kann die Entscheidung zum Bumerang werden. Ein Mehrverbrauch ist oft sehr teuer.

 

Letztgenannte Pakettarife sind daher nur etwas für Haushalte mit weitgehend konstantem Verbrauch. Und es gibt noch einen Punkt, der in diesem Zusammenhang klar sein muss: Versorger arbeiten hier meist mit Vorkasse. Energiekunden, welche sich darauf einlassen, können im Insolvenzfall Probleme bekommen. Zwar ist ein Aus für Energieversorger in der Vergangenheit eher selten gewesen. Ganz lässt sich dieses Szenario nicht ausschließen.

 

Strom sparen: Klappt auch in München

Energieversorgung heißt, Heizung und Warmwasser genauso in Anspruch zu nehmen wie Strom. Gerade Heizöl ist in den letzten Jahren bei den Kosten ein schwankender Faktor für die Lebenshaltungskosten gewesen. Der Strompreis ist hingegen kaum zurückgegangen. Wie lässt sich in München an der Preisschraube drehen, ohne gleich den Versorger komplett zu wechseln?

 

  • Stand-by-Modus deaktivieren: Der Stand-by-Modus ist Bestandteil vieler Elektrogeräte, verbraucht aber unnötig Strom. Wird dieser ausgeschaltet, kann dies den Stromverbrauch bereits merklich senken.
  • Energieeffizienz im Auge behalten: Haushaltsgeräte, welche in die Jahre kommen, sind Stromfresser. Bei Neuanschaffungen sollte in jedem Fall eine bessere Effizienzklasse gewählt werden. Hier muss beachtet werden, dass sich die Energielabel im Laufe der Jahre immer wieder verändert haben und unter Umständen neue Klassen hinzugekommen sind.
  • Kühlschrank richtig aufstellen: Gefriergeräte neben dem Herd platzieren ist bequem, aber energetisch nicht die beste Lösung.
  • Kühlschrank richtigen einräumen: Ein zu voller Kühlschrank verbraucht mehr Energie. Richtig eingeräumt, arbeitet das Gerät effizienter und senkt somit die Kosten.
  • Wäsche waschen und sparen: Im Sommer kann Wäsche auf die Leine gehängt werden – es braucht nicht den Schleudergang mit 1.200 U/min. Im Winter, wenn der Trockner gefragt ist, sollte die Wäsche gründlich geschleudert werden.
  • Smart Home: Eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit ist es seinen Verbrauch mittels intelligenter Technologien im Auge zu behalten und entsprechend zu steuern. So kann etwa das eigene Smartphone mit Hilfe einer App als Stromzähler eingesetzt werden. Auf diese Weise lassen sich Stromfresser leicht identifizieren und eventuell entfernen. Darüber hinaus können bestimmte Prozesse wie die Beleuchtung oder die Heizung automatisiert werden, was ebenfalls für Energieeinsparungen sorgt

 

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Es gibt noch einige weitere Tricks, mit denen Haushalte Strom sparen können. Letztlich ist immer eines gefragt: Der Ehrgeiz, das eigene Verhalten zu ändern und konsequent Stromfresser vom Netz zu nehmen. So ist es durchaus möglich, auf das Jahr gerechnet zwischen 50 und 200 Euro einzusparen.

 

Lebenshaltung in München: Was kosten Einkauf und Freizeit

München ist im Hinblick auf das Wohnen teuer. An dieser Erkenntnis führt kein Weg vorbei. Bei den Kosten für Heizung (also Öl, Gas oder Fernwärme) und speziell dem Thema Strom relativiert sich das Ganze wieder. Hier muss München nicht teurer sein als andere Städte. Es kommt einfach darauf an, sich für den passenden Versorger zu entscheiden. Wie sieht die Situation in den anderen Bereichen aus – also beim Einkaufen, der Freizeitgestaltung oder beim Besuch im Restaurant?

 

Ein voller Kühlschrank – in München besonders teuer?

Jeder Haushalt, egal ob Single oder mit mehreren Personen, braucht gewisse Grundnahrungsmittel. Supermarktketten und Discounter sind auch in München ein etabliertes Bild im Lebensmitteleinzelhandel. Die Preise bewegen sich durchaus auf einem Niveau, welches dem entspricht, was in anderen Filialen anzutreffen ist. Dass ein Einkauf hier wirklich dramatisch teuer ist, lässt sich nicht ohne Weiteres bestätigen.

 

Aber: Beim Bäcker oder Metzger um die Ecke kann es im Vergleich mit dem Umland oder anderen Städten durchaus zu spürbaren Unterschieden kommen. Leider existieren zum Preisgefälle keine Statistiken, die ins Detail gehen.

 

Gerade wer als Verbraucher lokale Geschäfte bevorzugt und aufs Einkaufen in Discountern verzichtet, wird etwas tiefer ins Portemonnaie greifen müssen. Wirklich deutlich spürbar wird das Preisgefälle allerdings beim Besuch im Restaurant. Hier sind die Preise deutlich höher als in der Region um München. Wer in Bad Tölz eine zünftige Brotzeit macht und plus Getränk 25 Euro zahlt, kann in der bayerischen Landeshauptstadt sicher den einen oder anderen Euro drauflegen.

 

Sehr beispielhaft für die Entwicklung der Preise ist das Oktoberfest. 2016 kostete ein Liter Tafelwasser hier noch 8,27 Euro. Im Jahr 2017 war der Preis für das gleiche Getränk bereits auf 8,73 Euro nach oben gegangen. Ähnliches gilt für den Bierpreis, der in der Öffentlichkeit auch immer wieder für Aufsehen sorgt.

 

Leider erlauben die Informationen der Stadtverwaltung zu den Lebenshaltungskosten nur einen spärlichen Einblick in das, was ein Leben in der Metropole kostet. Im Hinblick auf einige öffentliche Gebühren sind keine großen Unterschiede zu anderen Großstädten zu entdecken. Wo ist München dann teurer?

 

Warum ist es in München teurer?

Die Antwort berührt zwei wesentliche Kernaspekte. Einmal ist München ein Magnet sowohl für Besucher aus dem In- und Ausland als auch ein Anziehungspunkt aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung. In München sitzen viele große Firmen. Diese ziehen qualifizierte Arbeitnehmer an, welche eine entsprechende Bezahlung erwarten. Soll heißen: In München ist eine erhebliche Liquidität vorhanden. Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe wollen sich davon natürlich eine Scheibe abschneiden. Dies bedeutet: Preise in Restaurants oder für Dienstleistungen wie den Friseur sind in München höher.

 

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Der Überschuss an Liquidität ist aber nur ein Aspekt, warum München auch in der Lebenshaltung als teuer gilt. Es muss die Bereitschaft der Verbraucher da sein, das Geld auch auszugeben. Und es spielt noch ein Aspekt eine durchaus ernst zu nehmende Rolle: Die Mieten. Unternehmen – wie Bistros oder Restaurants – sind selten Eigentümer der Geschäftsräume. Als Pächter tragen sie die Entwicklung des Immobilienmarkts mit. Und müssen hohe Mieten über den Gastrobetrieb oder die Dienstleistungen einnehmen.

 

Es ist eine Mischung aus:

  • einem Überschuss an Liquidität
  • höheren Gehältern, die zu zahlen sind und
  • hohen Mieten

die zu den Preisen in München führen. Gerade Besucher sind mitunter überrascht, dass sich Münchener diese Qualität im Lebensstil auf lange Sicht leisten können.

 

Wie könnten sich die Lebenshaltungskosten in Zukunft entwickeln?

Wo entwickelt sich München hin – gerade in Bezug auf die Höhe der Lebenshaltungskosten? Diese Frage ist für die bayerische Landeshauptstadt nicht nur theoretischer Natur. Vielmehr stellt sich hier die Frage, wie München in Zukunft aussehen will. Das Wirtschaftswachstum und die positive Entwicklung vieler angesiedelter Unternehmen entfalten einen Sogeffekt. Es kommen mehr Zuzügler nach München.

 

Damit erhöht sich beispielsweise die Nachfrage am Wohnungsmarkt. Parallel wächst auf diese Weise auch der Kapitalüberschuss. Die offensichtliche Konsequenz: München wird zunehmend teurer. Allerdings wird sich die Stadt eine solche Entwicklung nicht auf Dauer leisten können.

 

Der Grund ist die Bevölkerungsentwicklung in München, die sich mit diesem Trend noch verschärft. Steigen Mieten weiter an, können sich zentrale Lagen bald nur noch Gutverdiener leisten können. Singles oder Personen mit mittlerem Einkommen und Familien werden an den Rand gedrängt. München verliert damit einen Teil seines Flairs und Charakters. Gleichzeitig nähern sich gerade die Mieten ihrem Maximum an. Hintergrund: Inzwischen erreichen einige Münchener Stadtbezirke hier ein Niveau, das nur noch von einem kleinen Kreis getragen werden kann. Angebot und Nachfrage stehen dann nicht mehr in einem Gleichgewicht.

 

Bis dieser Punkt erreicht ist, würden steigende Mieten zu einer stärkeren Verdrängung einkommensschwächerer Haushalte aus zentralen Lagen in die Randbezirke oder ins Umland führen. Was dann passiert, hängt auch ein wenig von der Politik ab: Sorgt diese für bezahlbaren Wohnraum, könnte sich die Situation auch wieder entspannen.

 

Fazit: Leben in München ist teurer

Durch die Ansiedlung vieler Konzerne und Mittelständler sowie der Attraktivität für Besucher fließt Geld nach München. Was auf den ersten Blick viele positive Effekte hat, entfaltet für Münchener auch Schattenseiten. In den letzten Jahren gehört die Stadt zu den Metropolen, die zwar stark wachsen, aber auch bei den Immobilienpreisen sehr kräftig zulegen.

 

Damit sind in der Vergangenheit die Mieten in einigen Stadtbezirken sehr stark gestiegen. Und auch im Hinblick auf den Restaurantbesuch oder andere Bereiche der Lebenshaltung ist München auf einer Spitzenposition angekommen. Natürlich darf dies nicht für alle Segmente pauschalisiert werden. Die bayerische Landeshauptstadt ist in der Vergangenheit ihrem Ruf allerdings gerecht geworden. Bleibt die Frage, ob dieser Trend in Zukunft ungebremst anhalten kann.