Klaar, © Polizeipräsidium Oberpfalz

Leiche an Donauufer entdeckt – sehr wahrscheinlich ist es die vermisste Studentin

Nach einer langen Partynacht verschwindet Malina K. in Regensburg spurlos. Fast drei Wochen lang sucht die Polizei unter Hochdruck – auch mit Hubschrauber und TV-Aufruf. Am Freitag wird eine Leiche am Donauufer entdeckt; es ist wohl die 20-Jährige.

 

 

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Im Fall der vermissten Studentin Malina Klaar haben die Ermittler an der gefundenen Leiche bisher keine äußerlichen Spuren von Gewalt- oder Fremdeinwirkung entdeckt. Dies hätten die rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben, teilte die Polizei am Freitagnachmittag mit. Da die Leiche lange im Wasser gelegen habe, sei auch eine konkrete Todesursache nicht mehr eindeutig feststellbar. Es gebe allerdings Hinweise auf einen Tod durch Ertrinken.

 

Klarheit über die genaue Todesursache erhoffen sich die Ermittler nun von weiteren Untersuchungen, die nach Angaben eines Polizeisprechers aber einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Die Ermittler gehen «mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit» davon aus, dass es sich bei der in Donaustauf entdeckten Toten um die seit knapp drei Wochen vermisste Studentin Malina K. handelt. Für eine endgültige Identifizierung müsse die Leiche jedoch nun molekulargenetisch untersucht werden.

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Fast drei Wochen lang hat die Familie der vermissten Studentin Malina Klaar aus Regensburg gebangt. Jetzt scheint die letzte Hoffnung zerstört. Die 20-Jährige ist aller Wahrscheinlichkeit nach tot. Am Freitag wurde die Leiche einer jungen Frau an einem Donauufer in Donaustauf bei Regensburg entdeckt. «Anhand der Bekleidung und der äußeren Umstände handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der Leiche um die Studentin», sagt Polizeisprecher Armin Bock, sichtlich mitgenommen, an der Fundstelle.

 

Eine Spaziergängerin hatte am Morgen um 8.10 Uhr eine Leiche auf der Donau treiben sehen und die Einsatzkräfte alarmiert. Mit Hilfe der DLRG wurde die Leiche geborgen. Sie wird zur Rechtsmedizin gebracht. «Erst nach der Obduktion kann mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich um Malina Klaar handelt», betont Bock. Bei der Untersuchung wird auch geklärt, ob die junge Frau Opfer eines Verbrechens wurde oder ob es sich um einen tragischen Unglücksfall handelt.

 

 

Am Morgen passieren Kreuzfahrtschiffe die Fundstelle unweit der Gedenkstätte Walhalla, auch Güterschiffe fahren vorbei. Die Uferwege sind bei Ausflüglern und Spaziergängern sehr beliebt. Zwei Stunden nach der Alarmierung erinnert nichts mehr an den grausigen Fund.

 

Eine Obduktion soll die Identität und die Todesursache klären. «Erste Ergebnisse aus der Rechtsmedizin in Erlangen erwarten wir noch für den Nachmittag», sagte eine Polizeisprecherin am Freitagmittag. Dabei soll auch geklärt werden, ob die junge Frau Opfer eines Verbrechens wurde oder es sich um einen Unfall handelt.

 

Malina Klaar war am 19. März auf dem Heimweg von einer langen Party verschwunden. Kurz zuvor hatte die 20-Jährige noch mit einer Mitbewohnerin telefoniert, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich nach eigenen Angaben im Regensburger Stadtpark. Ihr Handy entdeckte ein Spaziergänger später im wenige Hundert Meter entfernten Herzogspark am Donauufer. Etwa zehn Kilometer davon entfernt wurde jetzt die Leiche entdeckt.

 

Die Polizei hatte mit großem Aufwand nach der 20-Jährigen gesucht. Mit Hilfe eines Hubschraubers und Tauchern wurde das Donauufer abgesucht; der Fall wurde Thema in der ZDF-Fahndungssendung «Aktenzeichen XY… ungelöst». Der Vater der Studentin hatte Plakataktionen und Aufrufe in sozialen Netzwerken gestartet. Zudem hatte er eine Belohnung in Höhe von 51 000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Das Geld stammt zum großen Teil aus Spenden.

 

Bei der Aufklärung sollten auch Fotos und Videos von jener Party helfen, die die Studentin vor ihrem Verschwinden besucht hatte. Die Polizei hatte darum gebeten, den Ermittlern Aufnahmen oder sonstige Mediendateien von der Feier in der Alten Mälzerei der Domstadt zu schicken.

 

 

Gibt es vielleicht doch noch einen Funken Hoffnung? Die Polizei ist sich nahezu sicher, dass es sich bei der Leiche um die Studentin handelt. Sie hatte bei ihrem Verschwinden einen auffälligen Mantel an. «Auch die äußere Erscheinung und die Haarfarbe lassen kaum einen Zweifel zu, dass es sich um die gesuchte Studentin handelt», sagt Polizeisprecher Bock.

 

 

 

 

 

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Weitere Infos folgen in Kürze.

 

dpa/sb