Sechs Lufthansa Maschinen stehen auf dem Rollfeld

Piloten-Streik bei der Lufthansa: Hunderte Flüge in München betroffen

München – Lufthansa-Passagiere müssen sich wegen des Piloten-Streiks bei der Fluggesellschaft auch am Münchner Flughafen auf massive Flugausfälle am kommenden Mittwoch einstellen. Was Passagiere zu dem Streik wissen sollten, finden Sie hier.

 

Rund 360 Kurz- und Langstreckenflüge von und nach München müssten wegen des Ausstands gestrichen werden, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Dienstag in der Landeshauptstadt. Planmäßig wären es bei der Lufthansa und verbundenen Fluggesellschaften am Mittwoch eigentlich rund 600 Kurz- und Langstreckenflüge gewesen. Hintergrund des Streiks ist ein seit Jahren schwelender Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit.

 

Die Lufthansa bat die Fluggäste, sich zu informieren, ob ihre Verbindungen betroffen sind. Falls ja, könnten sie diese einmalig kostenlos umbuchen. Bundesweit werden streikbedingt 876 Flüge gestrichen, davon 51 Interkontinentalverbindungen. Insgesamt sind davon nach Lufthansa-Angaben rund 100 000 Passagiere betroffen.

 

Bei der Tarifauseinandersetzung geht es um die Tarifgehälter von rund 5400 Piloten der Lufthansa, der Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings. Die Piloten verlangen Tariferhöhungen von zusammen 22 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren bis April 2017. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte zuletzt erneut den Vorschlag der Lufthansa abgelehnt, in eine Schlichtung zu den offenen Gehaltsverhandlungen einzusteigen.

 

Wie erfahre ich, ob mein Flug betroffen ist?

Ansprechpartner bei solchen Fragen ist immer die Fluggesellschaft, bei Pauschalreisen der Reiseveranstalter. Den Flugplan der Lufthansa finden Sie hier.

 

Zudem veröffentlichen auch die Internetseiten der jeweiligen Flughäfen Details zu aktuellen Veränderungen. Sollten Sie Informationen aus dem Internet erhalten, wird empfohlen, diese als Beleg auszudrucken.

 

Weitere Informationen und Wissenswertes über den Streik und Ihre Rechte finden Sie hier.

 

dpa/sf