luise kiesselbach tunnel von innen, © Ab kommenden Montag muss für den Bleifuss bezahlt werden.

Luise-Kiesselbach-Tunnel: Ab Montag kostet der Blitzer

Wer ab kommender Woche zu schnell im Luise-Kiesselbach-Tunnel fährt und geblitzt wird, muss dafür auch bezahlen. Bisher waren die Blitzer noch in der Testphase, ab sofort wird man wirklich zur Kasse gebeten.

 

Glück hatte bisher ein Spitzenreiter, der mit 112 kmh im Luise-Kiesselbach-Tunnel geblitzt wurde. Er profitiert davon, dass er in der Blitzer-Probephase fotografiert wurde und kommt quasi ungeschoren davon. Ab kommender Woche (Montag, den 4. April 2016) werden allerdings auch Rechnungen verschickt, wenn man in der Röhre bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung erwischt wird.

 

Nach wie vor, ist überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Unfälle, auch, wenn die Zahlen rückläufig sind. Alleine im Zuständigkeitsbereich der Polizei München wurden 2015 zehn Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen getötet. Dies sind knapp 48 % aller Verkehrstoten und macht erneut deutlich, wie gefährlich überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit ist. Mehr zu der Verkehrsstatistik, die die Polizei für München vorgestellt hat, lesen Sie auch in diesem Artikel.

 

Video vom Test der Blitzeranlagen:

 

 
2.500 Meter lang, rund 400 Millionen Euro teuer – die Eckdaten des Luise-Kiesselbach-Tunnels. Seit dem 27. Juli 2015 rollt hier der Verkehr – Und zwar nur mit den erlaubten 60 kmh. Um das zu kontrollieren, gibt es in beiden Röhren insgesamt sieben Geschwindigkeitsmessstellen. Diese wurden am Dienstag ausgiebig getestet. (Hier gehts zur Wiedergabe auf YouTube)

 

 

Weitere Videos zum Luise-Kiesselbach-Tunnel:

 

Feuertaufe im wahrsten Sinne des Wortes für den Luise-Kiesselbach-Tunnel. Mit einem spektakulären Test wurden die Brandmeldeanlagen sowie die Entlüftung getestet. Dabei wurde ein vom Aachener Institut für Industrie-Aerodynamik  präpariertes Fahrzeug in Brand gesetzt. Zudem kam eine Rauchmaschine zum Einsatz.

 

Jungfernfahrt im Luise-Kiesselbach-Tunnel, der neuen „Abzockröhre“,  mit dem Fachjournalisten für Auto, Motor, Sport, Dietmar Stanka.

 

 

Lange haben die Münchner auf diesen Moment hingefiebert: Seit vergangener Nacht ist der neue Luise Kiesselbach Tunnel endlich komplett für den Verkehr geöffnet. 400 Millionen Euro hat das Bauprojekt gekostet. Über 6 Jahre wurde gebaut. In dieser Zeit mussten Anwohner und Autofahrer am Luise-Kiesselbach-Platz starke Nerven beweisen. Jetzt werden durch die neue Röhre täglich bis zu 120.000 Autos rollen.

 

pm