Seilbahn Frankfurter Ring München, © Visualisierung: Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr / Bauchplan

Machbarkeitsstudie: eine Seilbahn für München?

Bald schon könnte neben Bahn, Bus und Tram eine Seilbahn die Münchner von A nach B bringen. Der Stadtrat hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

 

Über ein neues, ungewöhnliches Verkehrsmittel wird in München schon lange diskutiert. Um eine Seilbahn im Norden der Stadt zu prüfen, hat der Stadtrat nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Geplant ist eine Ost-West-Verbindung zwischen dem U-Bahnhof Studentenstadt, der Tramhaltestelle Schwabing Nord, dem U-Bahnhof Frankfurter Ring und dem U-Bahnhof Oberwiesenfeld. Die Verbindung soll rund 4,5 Kilometer lang und in etwa 50 bis 60 Meter Höhe über der Straße schweben.

 

In der Machbarkeitsstudie sollen außerdem acht Verlängerungsmöglichkeiten geprüft und ein Vergleich zwischen Seilbahn und Schnellbus sowie Tram gezogen werden. Eine U-Bahn hat den Vorteil, dass sie deutlich mehr Passagiere in der gleichen Zeit transportieren könnte, die Kosten seien jedoch viel höher. Bus und Tram müssten hingegen mit bereits bestehenden Transportmitteln den gleichen verfügbaren Raum nutzen. Die günstigere Seilbahn, die zudem einen bislang ungenutzten Weg beansprucht, scheint daher eine optimale Lösung zu sein. Für die Studie sowie nötige Vorarbeiten genehmigte der Münchner Stadtrat ein Budget von 570.000 Euro.

 

 

Seilbahnen sind längst nicht mehr ausschließlich in Ski- und Wandergebieten im Einsatz. In einigen Metropolen, wie zum Beispiel in New York City, werden Passagiere bereits schwebend transportiert. „Eine Seilbahn bietet im wahrsten Sinne des Wortes ganz neue Perspektiven: Sie könnte überraschend viele Passagiere in kurzer Zeit transportieren und wäre gleichzeitig schnell und verhältnismäßig kostengünstig zu realisieren“, so Oberbürgermeister Dieter Reiter.

 

 

 

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