Pediga-Demo und Gegen-Demo in München, © Symbolfoto

Mal wieder: Verwaltungsgericht erlaubt Pegida-Demo am 9. November trotz Stadt-Verbot

Erneut darf Pegida trotz Verbots der Stadt München „spazieren“. Das Bayerische Verwaltungsgericht sieht offenbar auch im historisch so belastete Datum des 9. November nicht Grund genug, die Versammlung der rechtsextremen Gruppe zu kippen. Die Stadt rüstet sich.

München – Alle Montage wieder zeigt die rechte Szene der Stadt ihre hässliche Fratze. Und nun auch am heutigen Abend des 9. November, dem Tag an welchem im Jahr 1938 unter dem Regime des Nationalsozialismus jüdische Geschäfte und Synagogen angezündet wurden. Doch das Datum der sogenanten „Reichspogromnacht“ genügt nicht, den „Spaziergang“ Pegidas von der Münchner Freiheit zum Siegestor zu verbieten. Das teilte das Kreisverwaltungsreferat dem BR mit.

Die Sicherheitskräfte errichten schonmal Sperren auf der Leopoldstraße

Um 19 Uhr startet der Tross an der Münchner Freiheit und marschiert von dort aus zum Siegestor. Immerhin: Eine Kundgebung vor der Feldherrnhalle wird es nicht geben. KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle wollte sich das vor zwei Wochen gegenüber münchen.tv auch „gar nicht vorstellen“. Dort darf dagegen das Bündnis „München ist bunt“ seine Gegendemonstration veranstalten. Sie beginnt ab 17 Uhr.

 

„Müssen uns entgegenstellen“

 

Im Zentrum  soll das Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome von 1938 stehen. Julia Riedler von den Kammerspielen wird aus Edgar Feuchtwangers „Als Hitler unser Nachbar war“ vorlesen, Manfred Zapatka und Bibiana Beglau vom Resi aus dem KZ-Tagebuch von Hanna Lévy-Hass.

 

Micky Wenngatz, die Vorsitzende des Bündnisses, fordert: „Montag für Montag skandieren Neonazis volksverhetzende Parolen. Dem müssen wir uns entgegenstellen.“

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mk